Beiträge von Dominik

    Mit Blick auf die vergleichsweise niedrige Sterberate in Deutschland warnte der Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler vor Illusionen: Dies sei vor allem darauf zurückzuführen, dass in Deutschland viel getestet werde. Auch eine rasche Rückkehr zur Normalität hält Wieler für den falschen Weg aus der Krise. "Aus medizinischer Sicht möchte ich, dass wir alle die räumliche Distanzierung möglichst lange durchhalten", sagte er. Deutschland stehe "immer noch am Anfang der Welle".


    https://www.n-tv.de/panorama/R…lich-article21676648.html


    :weissnicht:



    Das viele Testen ist ja aber kein Selbstzweck. Dadurch können die entsprechenden Fälle und Kontaktpersonen isoliert werden.


    Dennoch: in der letzten Woche hat sich bei uns die Sterberate verdoppelt. So langsam kommen die Krankenhäuser an ihre Grenzen - und dann explodieren die Zahlen natürlich. Noch ist es nicht soweit. Vorerst zeigt die steigende Sterberate vor allem, dass das Testsystem an Grenzen stößt.

    In Italien gebe ich dir bei der Dunkelziffer recht. Deutschland hat hingegen vorzeitig und flächendeckend getestet und ist somit deutlich näher dran an den realen Zahlen.


    Naja, es werden schon wahnsinnig viele Leute abgewiesen, die klare Symptome haben, weil die Test-Kapa nicht ausreicht. Ich kenne mittlerweile zwei Fälle persönlich; der eine meinte, er wurde vor inzwischen 20 Tagen getestet und war einer der ersten 10 Fälle in seinem Landkreis.


    Dazu kommen die Fälle der Symptomlosen. Den Faktor 10 würde ich auch bei uns eher mal als Untergrenze annehmen. Wer wirklich Kontakt hatte, steckt sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch an.


    Hoffe, die angedachte Antikörper-Studie wird mehr Aufklärung bringen. In der Lombardei gab es letzten Herbst wohl deutlich überzufällig viele schwer verlaufende Lungenentzündungen; womöglich kursiert das Virus schon 1-2 Monate länger als gedacht.

    Ich drücke die Daumen, dass sie bald sicher zurückkommen kann.


    Was haltet ihr eigentlich von der Idee nur die Risikogruppen in Quarantäne zu stecken? Das ist ein Gedanke, den ich gestern gelesen hatte. Da die Menschen, die am Virus sterben ja im Schnitt um die 80 sind (nagelt mich nicht auf eine Quelle fest), wäre das vielleicht eine Möglichkeit die Verbreitung des Virus zu verlangsamen ohne dass die Wirtschaft hier komplett kollabiert. Macht sowas Sinn?

    Nein, das macht leider keinen Sinn. Das wäre vielleicht gegangen, wenn wir früh massiv getestet, kleine Gebiete abgeriegelt und Quarantäne verhängt hätten wie Südkorea.


    Siehe auch hier:


    https://www.theguardian.com/co…nity-coronavirus-covid-19

    War jetzt 36 Stunden unterwegs, an 4 Flughäfen (u.a. Singapur und Zürich) und in 3 Flugzeugen mit nem Haufen Leuten auf engstem Raum.


    Mein Dienstherr sieht da keine Probleme, wenn ich wieder zur Arbeit komme. Ist ja kein Risikogebiet dabei.:/


    War jetzt nach Rückkehr noch schnell einkaufen und sperre mich jetzt die letzte Urlaubswoche daheim ein. Falls ich was mitgebracht hab, äußert sich das "hoffentlich" in dieser Zeit.

    Wo warst du denn?

    https://www.spiegel.de/wissens…e3-44fd-91b0-29f645130207


    Im Moment scheint ja noch die Hoffnung vorzuherrschen, dass wir nach 3-4 Wochen wieder zu einer Art Semi-Normalzustand zurückkehren können. Das wird diesem Artikel zufolge nicht passieren.

    Ob diejenigen, die sich aktuell mit Homeoffice in Sicherheit wiegen, auch auf dem Schirm haben, dass bei der reihenweise Abschaltung der Produktion es dann auch nichts mehr zu "homeofficen" gibt?


    Ich wiege mich keinesfalls in Sicherheit. Das ist jetzt schon ein Überlebenskampf. Kurzarbeit ist auch nur eine Kurzzeitlösung. Sehe es genau wie du - die USA sind fast schon so weit bezüglich Grundeinkommen.


    Auf den Websites aller Lieblingsrestaurants sind die Nachrichten zur Schließung. Hart.


    Schau dir mal die Videobotschaft des Bürgermeisters von Kernen auf der Gemeindewebsite von heute an. Spielplätze zu. Trauungen nur <10 Leute. Und...die Kugelbahn an der Yburg ist zu. Warum? Weil die Leute einfach freiwillig sich an nix halten. Hier ein Bild vom Sonntag von uns aus gesehen - die Leute parken noch einige 100 Meter den Berg hoch.

    Wäre die Krise nicht mal ein guter Zeitpunkt sich ernsthaft mit einem BGE auseinanderzusetzen, liebe Politiker? Es ist doch wirklich krass, wie vergleichsweise schnell und einfach das bestehende System nicht mehr funktioniert.


    Alles Gute Slash und Hendrik.

    Irgendwas in der Art wird es geben müssen.

    Letztlich seid ihr wohl nur die ersten, die in diese Situation geraten, aber kaum die letzten. Die volkswirtschaftlichen Ausmaße sind ja noch überhaupt nicht im Ansatz abzusehen...

    Auf der einen Seite natürlich ein Witz. Niemand glaubt ernsthaft, dass da wieder gespielt wird. Aber ich glaube auch, es geht um Aufschieben. Weiß nicht, was die Auswirkung für die Verträge wäre.