Beiträge von cologne55

    Ich denke drüber nach, die Gelegenheit wahrzunehmen und unsere Dauerkarten zu pausieren. Die Stimmung im Stadion dürfte bei voraussichtlich bestenfalls halber Belegung und ohne Stehränge maximal Leipziger Niveau erreichen. Zudem erwarte ich - falls nicht noch einige vielversprechende Transfers angekündigt werden - eine ziemlich zähe Saison mit einem Ausgang, dem ich zurzeit mit wenig Optimismus entgegen sehe. Hinzu kommen viele englische Wochen, so dass ich selbst dann einige Spiele verpassen würde, wenn ich Losglück hätte. Alles in allem gute Gründe, vom Stadionbesuch - vorübergehend - Abstand zu nehmen...

    Das blöde ist halt, dass man überhaupt nicht weiß, wie lange man nicht ins Stadion kann. Bei 17 Geisterspielen würde ich auch drüber nachdenken, mein Geld zurückzufordern, aber falls man mit einer 50%-Auslastung beginnt, also jedes zweite Spiel besuchen kann, und es dann noch vor Saisonende auf 100% hoch geht, dann wäre ich auch wieder zu einem Verzicht bereit. Alles nicht vorhersehbar! Von daher bin ich durchaus gespannt, was in der Email stehen wird!

    Spieler mit einem "w" am Ende des Familiennamens haben diese Saison gut funktioniert beim FC.

    :D Ich hoffe aber doch, dass unsere sportlich Verantwortlichen ein etwas tiefer gehendes Anforderungsprofil erstellt haben!

    Kaiserslautern war "wichtig für die Region", aber die hatten in Rheinland-Pfalz ja auch nichts anderes! Aber wofür genau ist Schalke wichtig? Das sind ja immerhin unsere Steuergelder! Und in NRW haben wir: Dortmund, Gladbach, Leverkusen, uns und Bielefeld, um nur die erste Liga zu nennen. Da braucht niemand Schalke! Jedenfalls nicht mit staatlicher Unterstützung! Also Traditionsverein sind sie natürlich willkommen, aber wo soll das hinführen?

    Ich hätte Hector schon zur Pause in der Kabine gelassen, da ihm schon da die zweite Gelbe drohte. Ich glaube die späte Auswechslung war mitentscheidend für das 2:2: Man sieht richtig, wie er zurückzieht. Ohne die Vorbelastung hätte er sicherlich entschiedener eingegriffen und dem Mainzer im Idealfall den Ball weggespitzelt oder ihn zu Fall gebracht.


    Insgesamt ein teils gutes, teils aber auch fahriges Spiel mit vielen unnötigen Ballverlusten. Insgesamt geht das Ergebnis schon in Ordnung, nach einer 2:0-Führung ist es aber ärgerlich! Wahrscheinlich gehören wir aber auch einfach nicht unter die Top 6-7 Mannschaften...

    Spielt das eine Rolle, ob man lieber Mainz, Düsseldorf oder Bremen (oder XY) als Absteiger sehen würde? Absteigen tut, wer zu einem bestimmten Zeitpunkt auf den letzten beiden Plätzen steht. Und wenn dieser Zeitpunkt, bedingt durch Corona, ein anderer sein sollte, dann ist das halt so. Letzlich gibt es ja nicht soviele Möglichkeiten:


    a) Wer nach dem 34. Spieltag unten steht, steigt ab.

    b) Wer nach dem endgültigen Abbruch unten steht, egal wann, steigt ab.

    c) Niemand steigt ab und niemand steigt auf.

    d) Niemand steigt ab und wer in der zweiten Liga oben steht steigt trotzdem auf, mit der Folge der - zumindest vorübergehenden - Aufblähung der Bundesliga.

    a) Wäre ideal, ist aber nicht zu 100 Prozent kontrollierbar!

    b) Wäre okay, weil halt irgendwo den bisher erbrachten Leistungen entsprechend.

    c) Wäre ein bisschen okay, würde aber den guten Leistungen der führenden Zweitligamannschaften nicht gerecht werden. Außerdem bietet es einen Anreiz für die potentiellen Absteiger, einen Abbruch durch Coronainfektion zu provozieren!
    d) Fände ich suboptimal, zumal dass zum einen den Spielplan der nächsten Saison in einer ohnehin schwierigen Phase und vor dem Hintergrund der ggf. nachzuholenden EM erheblich belastet (Stichworte: Rahmenterminkalender; ausgehandelte TV-Entgelte, erhöhte Verletzungsgefahr, etc.) und zum anderen zu einem erhöhten Abstiegsrisiko in der nächsten Saison führt. Außerdem besteht auch da die Möglichkeit, den Abbruch zu provozieren!


    Und bei diesen Überlegungen sind etwaige Insolvenzen, die auf uns unter Umständen zukommen und das Ganze noch einmal durcheinander wirbeln, noch nicht einmal berücksichtigt! Am Ende könnte es sogar sein, dass sich einige Mannschaften wegen Insolvenz direkt aus den oberen Ligen verabschieden, so dass alle aufsteigen können, die sich dafür sportlich qualifiziert haben und es sich noch leisten können, und dafür andere verschwinden (Schalke? Wir?). Irgendwie auch blöd...

    Der Unterschied zwischen Kreisklasse und Bundesliga: In der Bundesliga geht es um sehr sehr sehr viel mehr Geld! Und nur die Bundesliga, die 2. Liga und ggf. die 3. Liga kann es sich überhaupt leisten, den Versuch zu wagen, die Saison unter widrigen Umständen zu Ende zu spielen, weil es eben nur zum Teil auf die Zuschauereinnahmen ankommt. Aber wenn man den Versuch unternimmt, um das Optimum "a)" zu erreichen, dann fallen "c)" und "d)" nach meinen obigen Ausführungen halt aus. In der Kreisklasse kann und muss man die Saison ggf. abbrechen und da geht es auch nicht um soviel Geld - da kann man das dann auch nach "c)" lösen, zumal man, wenn man die Saison bereits jetzt abbricht, ja auch keinen Abbruch mehr provozieren kann.

    Ja, es läuft viel falsch im internationalen und nationalen Fußball! Da sind wir uns einig! Und der FC muss da mitspielen, obwohl er es sicherlich nicht zuerst zu vertreten hat.
    Und auch in der Gesellschaft läuft nicht alles rund und insbesondere Rume hat ja viele Ideen, was man anders/besser machen könnte. Und viele andere Menschen haben auch wiederum ihre Ideen.

    Aber: Wie schon an anderer Stelle geschrieben halte ich es für problematisch, die Krise nutzen zu wollen, um irgendetwas zu verändern und (vermeintlich) zu verbessern! Die Gefahr ist, dass wir am Ende mehr verlieren, als wir gewinnen, zumal es ja sehr viele unterschiedliche Ideen gibt, was verändert/verbessert werden muss! Das Beste, was wir derzeit erhoffen können, ist eine Rückkehr zu dem, was vorher war! Und dann kann man, von mir aus, mit den gewonnenen Erfahrungen über Veränderungen nachdenken! Aber aus dem Druck geborene Veränderungen verheißen nichts Gutes! Die Gefahr von Schnellschüssen oder von zu spät kommenden Maßnahmen ist einfach zu groß! Deshalb: Bundesliga go! Geisterspiele, wenn es sein muss!

    Also das mit den Altenheimen halte ich auch für völligen Blödsinn! Dann sollen die bitte die Schulen wieder komplett öffnen! Da besteht kaum ein Risiko für die Kinder! Aber die Institutionen, wo die Leute bei einer Infektion zu 20-50 Prozent tot sind, wieder zu öffnen, ist doch vollkommen unlogisch!

    Leute kriegt Euch mal wieder ein! Die Gefahr, sich anzustecken, ist für jeden Kassierer im Supermarkt, jeden Arzt oder Pfleger, jeden Polizeibeamten, jeden Therapeuten, etc. tausend mal größer, als für einen Fußballprofi unter den geplanten Testbedingungen! Und die haben auch alle Familie zu Hause und/oder gehören - im Gegensatz zu 99,9 % aller Fußballprofis - ggf. auch selbst zur Risikogruppe! Es wird in Deutschland KEIN aktueller Bundesligaspieler an Corona versterben, weil er sich im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit mit dem Virus infiziert hat! Da ist das Risiko, für einen Spieler, im Straßenverkehr zu sterben, deutlich größer!

    Andererseits scheint es schon auch so zu sein, dass allein das Social Distancing schon ziemlich gut gegriffen hat. Ob es den kompletten Lockdown etc. wirklich gebraucht hat, ist eine andere Frage.

    Wir hatten in Deutschland ja gar keinen kompletten Lockdown! Verglichen mit vielen anderen Ländern waren die Maßnahmen hier ja noch äußerst milde! Von daher können wir uns eigentlich nicht beklagen!

    cologne55 Ich sehe es grundsätzlich eher wie du, aber wenn man völlig unverschuldet vor den Trümmern seiner beruflichen Existenz steht, kann ich schon nachvollziehen, dass man da wie HendrikO einen bitteren Blick auf das Ganze hat.

    Ich habe volles Verständnis für jeden, der um seine Existenz fürchtet. Und ich hoffe gerade deshalb, dass wir die Einschränkungen - unter welchen Umständen auch immer - möglichst kurz halten können. Aber erst wenn man absehen kann, wie lange das Ganze dauert, kann man auch seriös beurteilen, welche Hilfen möglich sind. Und dann wird hoffentlich auch HendrikO geholfen. Das gilt für Kleinunternehmer genauso wie für große Firmen oder gar ganzen Länder, wie Italien oder Spanien, und letztlich auch "Entwicklungsländer". Und irgendwann wird man auch da Prioritäten setzen müssen, wobei auch Wechselwirkungen zu beachten sein werden. Ganz komplizierte Angelegenheit, selbst wenn man einfach nur den Status Quo halbwegs wiederherstellen möchte. Plant man daneben noch, die Welt zu verbessern, wird das wahrscheinlich eher unmöglich, zumal es ja auch da je nach Ideologie viele Ansätze gibt. Die Verbesserung der Welt dürfte also eher erstmal ausfallen, so sehr einige sie auch angesichts der Krise herbeizureden suchen.

    Ich mache mir deutlich mehr Sorgen wegen unserer völlig inkompetenten politischen Fürhung als wegen des Virus'.

    Komisch, andere Länder beneiden uns um unsere politische Führung. Und man muss nur mal über den großen Teich schauen, um zu sehen, was wirkliche Inkompetenz zu leisten im Stande ist! Der Job, den die Regierenden zurzeit - weltweit! - haben, ist allerdings auch extrem undankbar: Selbst die Wissenschaft weiß kaum etwas über dieses Virus und dessen Folgen und lernt jeden Tag dazu. Das Pandemiegeschehen hat seine eigene Dynamik. Ich habe natürlich eine eigene Meinung dazu, die ich hier auch schon geschrieben habe, aber ich habe auch nicht die Verantwortung für 80 Mio. Menschen. Möglicherweise werden wir irgendwann feststellen, dass Fehler gemacht wurden, aber in welcher Richtung dies geschehen ist, kann noch niemand mit Sicherheit sagen! Und ist es das böse Kapital, dass uns schnellstmöglich wieder in die Arbeit zwingen will, oder ist es die böse Politik, die uns unsere Grundrechte rauben möchte? Oder geht es letztlich nur darum, den richtigen Mittelweg zwischen Gesundheitsschutz und Funktionsfähigkeit unserer Gesellschaft zu finden?

    Gerade das 26km/h Innerorts ist für mich brandgefährlich.

    Innerorts sind es sogar nur 21 km/h! Selbst wenn man stets bemüht ist, sich an Tempolimits zu halten, so ein Tempo-30-Schild hat, glaube ich, jeder schonmal übersehen. Da braucht ja nur ein Lkw mal etwas blöd zu stehen. Das kann noch lustig werden...

    Schalke hatte ja auch Interesse. Aber nachdem die jetzt überall herumposaunen, dass sie kurz vor der Pleite stehen, dürften sie für viele Spieler wohl keine interessante Option mehr darstellen, falls sie sich einen Spieler überhaupt noch leisten können...

    Sorry, aber ich finde es gibt durchaus gute Gründe, die Schulen zu öffnen. Und hier geht es sogar nur um die Abiprüfungen! Es gibt ja eigentlich nur zwei Alternativen:
    Das ganze um ein Jahr zu verschieben, mit der Folge, dass sich die ganzen Abiturienten aus zwei Jahrgängen dann um Studienplätze und Ausbildungsstellen prügeln - nicht darstellbar!
    Oder, dass man die Durchschnittsnoten ohne Prüfung übernimmt: Unfair, weil die Notengebung an den Schulen sehr unterschiedlich ist! Deshalb wurde das Zentralabitur in NRW ja überhaupt erst eingeführt. Dann könnte man das auch lassen!
    Und dass gerade Schüler, die zu 99 Prozent nicht zur Risikogruppe gehören, auf Angst vor Corona berufen, ist doch lächerlich. Dann könnte kein Arzt, keine Krankenpflegerin mehr zur Arbeit gehen. Auch nicht Kassierer, Physiotherapeuten, Polizisten, etc. Abi machen trotz Corona, das zeugt doch von Durchsetzungsvermögen! Damit kann man punkten! Jetzt kneifen? Geht es noch?
    Und wie schon an anderer Stelle geschrieben: Wir werden alle sterben! Früher oder später! Aber dass Schüler oder sogar deren Eltern an Covid19 versterben ist, rein statistisch gesehen, eher unwahrscheinlich. Und sollten Schüler oder deren Eltern zu den Risikogruppen gehören, kann man ja im Einzelfall imer noch Lösungen finden...

    Es treffen zurzeit einfach ziemlich viele unterschiedliche Standpunkte aufeinander.

    Wer die Gesellschaft/den Fußball unbedingt für reformbedürftig hält, springt halt auf den Zug auf und sagt "Chance nutzen: Grundeinkommen jetzt!" oder "Soll doch in der Bundesliga pleite gehen, wer nicht gut gewirtschaftet hat (Schalke!)" - Ich würde mich eher über eine Rückkehr in die Normalität freuen, auch wenn diese nicht perfekt ist: Gutes Geld (in der Regel) für gute Arbeit! Zur Not auch mit Schalke!
    (Weil es Rume interessiert: Ja, zurzeit wäre ein Grundeinkommen tatsächlich halbwegs realisierbar: Weil die Grenzen zu sind! Aber das ist - hoffentlich - kein Dauerzustand!)

    Am Anfang war ich auch dafür, dass wir uns alle etwas zurücknehmen und sogar die Schulen schließen, um die Risikogruppen zu schützen. Da bin ich von 4-6 Wochen ausgegangen. Mittlerweile scheint es aber so zu sein, dass es länger dauert. Und da muss man dann fragen: Sollten ALLE Menschen in Deutschland SEHR SEHR lange eingesperrt werden, um die Risikogruppen zu schützen, oder sollten WENIGER Menschen in Deutschland, KÜRZER eingesperrt werden, um genau dieses zu erreichen. Und zufällig sind es gerade diese Menschen, die völlig ungestört zu Hause bleiben könnten, ohne dass irgendeine Firma, Schule oder Behörde zu bleiben müsste, nämlich in erster Linie Menschen über 65 Jahren. Mit ein paar mehr Toten, die sich nicht an die Regeln halten (Risikogruppen, die trotzdem draußen sind), wäre vielleicht zu rechnen, aber dann: Selbst schuld! Da kann man sich ja durchaus etwas vorstellen (z.B. zeitliche Beschränkungen, die es Risikogruppen ermöglichen, an bestimmten Tagen und/oder zu bestimmten Zeiten auch mal rauszugehen). Und ja, wahrscheinlich trifft es auch ein paar Kinder oder Mittelalte, aber irgendwo ist es dann allg. Lebensrisiko. Ich würde das Risiko jedenfalls eingehen und gehe es für mich - rein beruflich bedingt - und meine Familie auch ein.
    Also auch da wieder Standpunkte: Die meisten Menschen, die an oder mit Corvid19 versterben, sind in einem Zustand, in dem zumindest ich sowieso nicht mehr leben wollen würde: Pflegebedürftig und/oder Dement. Da muss man vielleicht einfach auch mal sagen: Wenn die Zeit abgelaufen ist, ist sie abgelaufen!
    Klingt hart, aber ist dann mal so. Verzicht ist eine Sache, aber man muss ihn auch in Relation setzen!

    Man kann natürlich auf einen Impfstoff hoffen, der zeitnah kommt. Andere halten das für eher unrealistisch. Karneval 2021 bereits jetzt absagen? Geht es noch? Irgendwann haben wir dann tatsächlich eine Revolution! Aber nicht die, die Rume sich vorstellt!

    Virologen haben ihre Sicht: Das Virus ausrotten bzw. an der Vermehrung hindern. Egal, was kommt!
    Die andere Sicht ist: Ist es das wert? Welche Einschränkungen kann man dafür in Kauf nehmen und für wie lange? Letztlich muss das Leben ja auch lebenswert bleiben!
    Virologen können daher nur eine Empfehlung abgeben; Politiker berücksichtigen aber hoffentlich auch andere Aspekte. Leider gehören zuviele Politiker der Risikogruppe an (alte weiße Männer)...