Beiträge von cologne55

    Ich hätte Hector schon zur Pause in der Kabine gelassen, da ihm schon da die zweite Gelbe drohte. Ich glaube die späte Auswechslung war mitentscheidend für das 2:2: Man sieht richtig, wie er zurückzieht. Ohne die Vorbelastung hätte er sicherlich entschiedener eingegriffen und dem Mainzer im Idealfall den Ball weggespitzelt oder ihn zu Fall gebracht.


    Insgesamt ein teils gutes, teils aber auch fahriges Spiel mit vielen unnötigen Ballverlusten. Insgesamt geht das Ergebnis schon in Ordnung, nach einer 2:0-Führung ist es aber ärgerlich! Wahrscheinlich gehören wir aber auch einfach nicht unter die Top 6-7 Mannschaften...

    Spielt das eine Rolle, ob man lieber Mainz, Düsseldorf oder Bremen (oder XY) als Absteiger sehen würde? Absteigen tut, wer zu einem bestimmten Zeitpunkt auf den letzten beiden Plätzen steht. Und wenn dieser Zeitpunkt, bedingt durch Corona, ein anderer sein sollte, dann ist das halt so. Letzlich gibt es ja nicht soviele Möglichkeiten:


    a) Wer nach dem 34. Spieltag unten steht, steigt ab.

    b) Wer nach dem endgültigen Abbruch unten steht, egal wann, steigt ab.

    c) Niemand steigt ab und niemand steigt auf.

    d) Niemand steigt ab und wer in der zweiten Liga oben steht steigt trotzdem auf, mit der Folge der - zumindest vorübergehenden - Aufblähung der Bundesliga.

    a) Wäre ideal, ist aber nicht zu 100 Prozent kontrollierbar!

    b) Wäre okay, weil halt irgendwo den bisher erbrachten Leistungen entsprechend.

    c) Wäre ein bisschen okay, würde aber den guten Leistungen der führenden Zweitligamannschaften nicht gerecht werden. Außerdem bietet es einen Anreiz für die potentiellen Absteiger, einen Abbruch durch Coronainfektion zu provozieren!
    d) Fände ich suboptimal, zumal dass zum einen den Spielplan der nächsten Saison in einer ohnehin schwierigen Phase und vor dem Hintergrund der ggf. nachzuholenden EM erheblich belastet (Stichworte: Rahmenterminkalender; ausgehandelte TV-Entgelte, erhöhte Verletzungsgefahr, etc.) und zum anderen zu einem erhöhten Abstiegsrisiko in der nächsten Saison führt. Außerdem besteht auch da die Möglichkeit, den Abbruch zu provozieren!


    Und bei diesen Überlegungen sind etwaige Insolvenzen, die auf uns unter Umständen zukommen und das Ganze noch einmal durcheinander wirbeln, noch nicht einmal berücksichtigt! Am Ende könnte es sogar sein, dass sich einige Mannschaften wegen Insolvenz direkt aus den oberen Ligen verabschieden, so dass alle aufsteigen können, die sich dafür sportlich qualifiziert haben und es sich noch leisten können, und dafür andere verschwinden (Schalke? Wir?). Irgendwie auch blöd...

    Der Unterschied zwischen Kreisklasse und Bundesliga: In der Bundesliga geht es um sehr sehr sehr viel mehr Geld! Und nur die Bundesliga, die 2. Liga und ggf. die 3. Liga kann es sich überhaupt leisten, den Versuch zu wagen, die Saison unter widrigen Umständen zu Ende zu spielen, weil es eben nur zum Teil auf die Zuschauereinnahmen ankommt. Aber wenn man den Versuch unternimmt, um das Optimum "a)" zu erreichen, dann fallen "c)" und "d)" nach meinen obigen Ausführungen halt aus. In der Kreisklasse kann und muss man die Saison ggf. abbrechen und da geht es auch nicht um soviel Geld - da kann man das dann auch nach "c)" lösen, zumal man, wenn man die Saison bereits jetzt abbricht, ja auch keinen Abbruch mehr provozieren kann.

    Ja, es läuft viel falsch im internationalen und nationalen Fußball! Da sind wir uns einig! Und der FC muss da mitspielen, obwohl er es sicherlich nicht zuerst zu vertreten hat.
    Und auch in der Gesellschaft läuft nicht alles rund und insbesondere Rume hat ja viele Ideen, was man anders/besser machen könnte. Und viele andere Menschen haben auch wiederum ihre Ideen.

    Aber: Wie schon an anderer Stelle geschrieben halte ich es für problematisch, die Krise nutzen zu wollen, um irgendetwas zu verändern und (vermeintlich) zu verbessern! Die Gefahr ist, dass wir am Ende mehr verlieren, als wir gewinnen, zumal es ja sehr viele unterschiedliche Ideen gibt, was verändert/verbessert werden muss! Das Beste, was wir derzeit erhoffen können, ist eine Rückkehr zu dem, was vorher war! Und dann kann man, von mir aus, mit den gewonnenen Erfahrungen über Veränderungen nachdenken! Aber aus dem Druck geborene Veränderungen verheißen nichts Gutes! Die Gefahr von Schnellschüssen oder von zu spät kommenden Maßnahmen ist einfach zu groß! Deshalb: Bundesliga go! Geisterspiele, wenn es sein muss!

    Also das mit den Altenheimen halte ich auch für völligen Blödsinn! Dann sollen die bitte die Schulen wieder komplett öffnen! Da besteht kaum ein Risiko für die Kinder! Aber die Institutionen, wo die Leute bei einer Infektion zu 20-50 Prozent tot sind, wieder zu öffnen, ist doch vollkommen unlogisch!

    Leute kriegt Euch mal wieder ein! Die Gefahr, sich anzustecken, ist für jeden Kassierer im Supermarkt, jeden Arzt oder Pfleger, jeden Polizeibeamten, jeden Therapeuten, etc. tausend mal größer, als für einen Fußballprofi unter den geplanten Testbedingungen! Und die haben auch alle Familie zu Hause und/oder gehören - im Gegensatz zu 99,9 % aller Fußballprofis - ggf. auch selbst zur Risikogruppe! Es wird in Deutschland KEIN aktueller Bundesligaspieler an Corona versterben, weil er sich im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit mit dem Virus infiziert hat! Da ist das Risiko, für einen Spieler, im Straßenverkehr zu sterben, deutlich größer!

    Andererseits scheint es schon auch so zu sein, dass allein das Social Distancing schon ziemlich gut gegriffen hat. Ob es den kompletten Lockdown etc. wirklich gebraucht hat, ist eine andere Frage.

    Wir hatten in Deutschland ja gar keinen kompletten Lockdown! Verglichen mit vielen anderen Ländern waren die Maßnahmen hier ja noch äußerst milde! Von daher können wir uns eigentlich nicht beklagen!

    cologne55 Ich sehe es grundsätzlich eher wie du, aber wenn man völlig unverschuldet vor den Trümmern seiner beruflichen Existenz steht, kann ich schon nachvollziehen, dass man da wie HendrikO einen bitteren Blick auf das Ganze hat.

    Ich habe volles Verständnis für jeden, der um seine Existenz fürchtet. Und ich hoffe gerade deshalb, dass wir die Einschränkungen - unter welchen Umständen auch immer - möglichst kurz halten können. Aber erst wenn man absehen kann, wie lange das Ganze dauert, kann man auch seriös beurteilen, welche Hilfen möglich sind. Und dann wird hoffentlich auch HendrikO geholfen. Das gilt für Kleinunternehmer genauso wie für große Firmen oder gar ganzen Länder, wie Italien oder Spanien, und letztlich auch "Entwicklungsländer". Und irgendwann wird man auch da Prioritäten setzen müssen, wobei auch Wechselwirkungen zu beachten sein werden. Ganz komplizierte Angelegenheit, selbst wenn man einfach nur den Status Quo halbwegs wiederherstellen möchte. Plant man daneben noch, die Welt zu verbessern, wird das wahrscheinlich eher unmöglich, zumal es ja auch da je nach Ideologie viele Ansätze gibt. Die Verbesserung der Welt dürfte also eher erstmal ausfallen, so sehr einige sie auch angesichts der Krise herbeizureden suchen.

    Ich mache mir deutlich mehr Sorgen wegen unserer völlig inkompetenten politischen Fürhung als wegen des Virus'.

    Komisch, andere Länder beneiden uns um unsere politische Führung. Und man muss nur mal über den großen Teich schauen, um zu sehen, was wirkliche Inkompetenz zu leisten im Stande ist! Der Job, den die Regierenden zurzeit - weltweit! - haben, ist allerdings auch extrem undankbar: Selbst die Wissenschaft weiß kaum etwas über dieses Virus und dessen Folgen und lernt jeden Tag dazu. Das Pandemiegeschehen hat seine eigene Dynamik. Ich habe natürlich eine eigene Meinung dazu, die ich hier auch schon geschrieben habe, aber ich habe auch nicht die Verantwortung für 80 Mio. Menschen. Möglicherweise werden wir irgendwann feststellen, dass Fehler gemacht wurden, aber in welcher Richtung dies geschehen ist, kann noch niemand mit Sicherheit sagen! Und ist es das böse Kapital, dass uns schnellstmöglich wieder in die Arbeit zwingen will, oder ist es die böse Politik, die uns unsere Grundrechte rauben möchte? Oder geht es letztlich nur darum, den richtigen Mittelweg zwischen Gesundheitsschutz und Funktionsfähigkeit unserer Gesellschaft zu finden?

    Gerade das 26km/h Innerorts ist für mich brandgefährlich.

    Innerorts sind es sogar nur 21 km/h! Selbst wenn man stets bemüht ist, sich an Tempolimits zu halten, so ein Tempo-30-Schild hat, glaube ich, jeder schonmal übersehen. Da braucht ja nur ein Lkw mal etwas blöd zu stehen. Das kann noch lustig werden...

    Schalke hatte ja auch Interesse. Aber nachdem die jetzt überall herumposaunen, dass sie kurz vor der Pleite stehen, dürften sie für viele Spieler wohl keine interessante Option mehr darstellen, falls sie sich einen Spieler überhaupt noch leisten können...

    Sorry, aber ich finde es gibt durchaus gute Gründe, die Schulen zu öffnen. Und hier geht es sogar nur um die Abiprüfungen! Es gibt ja eigentlich nur zwei Alternativen:
    Das ganze um ein Jahr zu verschieben, mit der Folge, dass sich die ganzen Abiturienten aus zwei Jahrgängen dann um Studienplätze und Ausbildungsstellen prügeln - nicht darstellbar!
    Oder, dass man die Durchschnittsnoten ohne Prüfung übernimmt: Unfair, weil die Notengebung an den Schulen sehr unterschiedlich ist! Deshalb wurde das Zentralabitur in NRW ja überhaupt erst eingeführt. Dann könnte man das auch lassen!
    Und dass gerade Schüler, die zu 99 Prozent nicht zur Risikogruppe gehören, auf Angst vor Corona berufen, ist doch lächerlich. Dann könnte kein Arzt, keine Krankenpflegerin mehr zur Arbeit gehen. Auch nicht Kassierer, Physiotherapeuten, Polizisten, etc. Abi machen trotz Corona, das zeugt doch von Durchsetzungsvermögen! Damit kann man punkten! Jetzt kneifen? Geht es noch?
    Und wie schon an anderer Stelle geschrieben: Wir werden alle sterben! Früher oder später! Aber dass Schüler oder sogar deren Eltern an Covid19 versterben ist, rein statistisch gesehen, eher unwahrscheinlich. Und sollten Schüler oder deren Eltern zu den Risikogruppen gehören, kann man ja im Einzelfall imer noch Lösungen finden...

    Es treffen zurzeit einfach ziemlich viele unterschiedliche Standpunkte aufeinander.

    Wer die Gesellschaft/den Fußball unbedingt für reformbedürftig hält, springt halt auf den Zug auf und sagt "Chance nutzen: Grundeinkommen jetzt!" oder "Soll doch in der Bundesliga pleite gehen, wer nicht gut gewirtschaftet hat (Schalke!)" - Ich würde mich eher über eine Rückkehr in die Normalität freuen, auch wenn diese nicht perfekt ist: Gutes Geld (in der Regel) für gute Arbeit! Zur Not auch mit Schalke!
    (Weil es Rume interessiert: Ja, zurzeit wäre ein Grundeinkommen tatsächlich halbwegs realisierbar: Weil die Grenzen zu sind! Aber das ist - hoffentlich - kein Dauerzustand!)

    Am Anfang war ich auch dafür, dass wir uns alle etwas zurücknehmen und sogar die Schulen schließen, um die Risikogruppen zu schützen. Da bin ich von 4-6 Wochen ausgegangen. Mittlerweile scheint es aber so zu sein, dass es länger dauert. Und da muss man dann fragen: Sollten ALLE Menschen in Deutschland SEHR SEHR lange eingesperrt werden, um die Risikogruppen zu schützen, oder sollten WENIGER Menschen in Deutschland, KÜRZER eingesperrt werden, um genau dieses zu erreichen. Und zufällig sind es gerade diese Menschen, die völlig ungestört zu Hause bleiben könnten, ohne dass irgendeine Firma, Schule oder Behörde zu bleiben müsste, nämlich in erster Linie Menschen über 65 Jahren. Mit ein paar mehr Toten, die sich nicht an die Regeln halten (Risikogruppen, die trotzdem draußen sind), wäre vielleicht zu rechnen, aber dann: Selbst schuld! Da kann man sich ja durchaus etwas vorstellen (z.B. zeitliche Beschränkungen, die es Risikogruppen ermöglichen, an bestimmten Tagen und/oder zu bestimmten Zeiten auch mal rauszugehen). Und ja, wahrscheinlich trifft es auch ein paar Kinder oder Mittelalte, aber irgendwo ist es dann allg. Lebensrisiko. Ich würde das Risiko jedenfalls eingehen und gehe es für mich - rein beruflich bedingt - und meine Familie auch ein.
    Also auch da wieder Standpunkte: Die meisten Menschen, die an oder mit Corvid19 versterben, sind in einem Zustand, in dem zumindest ich sowieso nicht mehr leben wollen würde: Pflegebedürftig und/oder Dement. Da muss man vielleicht einfach auch mal sagen: Wenn die Zeit abgelaufen ist, ist sie abgelaufen!
    Klingt hart, aber ist dann mal so. Verzicht ist eine Sache, aber man muss ihn auch in Relation setzen!

    Man kann natürlich auf einen Impfstoff hoffen, der zeitnah kommt. Andere halten das für eher unrealistisch. Karneval 2021 bereits jetzt absagen? Geht es noch? Irgendwann haben wir dann tatsächlich eine Revolution! Aber nicht die, die Rume sich vorstellt!

    Virologen haben ihre Sicht: Das Virus ausrotten bzw. an der Vermehrung hindern. Egal, was kommt!
    Die andere Sicht ist: Ist es das wert? Welche Einschränkungen kann man dafür in Kauf nehmen und für wie lange? Letztlich muss das Leben ja auch lebenswert bleiben!
    Virologen können daher nur eine Empfehlung abgeben; Politiker berücksichtigen aber hoffentlich auch andere Aspekte. Leider gehören zuviele Politiker der Risikogruppe an (alte weiße Männer)...

    Ich muss zugeben, mir geht diese Extrawurst, die sich der Fußball mit seiner eingebildeten Relevanz herausnehmen will, derzeit schon ziemlich auf die Eier.

    Warum Extrawurst? Die Rede ist von Mai, Mitte Mai oder gar Juni. Das kannst Du doch nicht mit dem Status Quo vergleichen! Im Moment wird trainiert, aber wir haben ja in Deutschland auch noch kein Verbot für alle Betriebe oder gar Ausgangssperren. Und bis Mai werden sicherlich die Beschränkungen noch sinken. Wahrscheinlich darf man dann auch wieder Tennis spielen oder Golfen. In Restaurants gehen. Und mit Masken in allen kleinen Läden einkaufen. Und wenn dann 26 Jungs, die fast alle nicht gefährdet sind und regelmäßig getestet werden, ohne Publikum zusammen kicken, dann ist das absolut vertretbar! Wir werden nicht alles runterfahren, bis es einen Impfstoff gibt! Punkt!

    Irgendwie wird man eine Lösung finden müssen, in der der Verlust an Menschenleben überschaubar bleibt! Aber: Das Leben führt unweigerlich zum Tod! Und ein kalkulierbares Risiko gehört einfach dazu, egal, ob bei der normalen Grippe, im Straßenverkehr, beim Arbeitsschutz oder was weiß ich wo. Immer gäbe es eine Möglichkeit, den Verlust an Menschenleben weiter zu reduzieren, aber es wird halt, aus guten Gründen, nur bis zu einem bestimmten Punkt gemacht. Weil Leben eben auch Freiheit bedeutet! Und Freiheit auch Risiko! Vielleicht muss man daher vor allem an die Risikogruppen appelieren, sich selbst zu schützen, und ihnen jede Möglichkeit dazu geben (Lieferung von Lebensmitteln, von mir aus kostenlos, bestimmte Ausgangszeiten, wo nur diese Gruppen in die Parks und Wälder dürfen, etc.). Und wer sich nicht daran hält, hat halt Pech gehabt. Und derjenige, der gar nicht weiß, dass er zur Risikogruppe gehört, halt auch! Life is a bitch! Klar, bei pflegebedürftigen und/oder dementen Personen stösst auch dieses Konzept an Grenzen, aber wenn ich mich nicht mehr selbst versorgen könnte oder dement wäre (bzw. vor diesem Zeitpunkt, solange noch ein Stück von mir da ist), würde ich meinem Leben sowieso ein Ende setzen. Das ist in Deutschland zwar nicht so einfach, aber vielleicht würde ich ja die Chance ergreifen, die sich durch Corona bietet! Menschen wie Rume sind ja bereit, jede Freiheit zu opfern, weil es ja nur das böse Kapital ist, das uns wieder zur Arbeit treibt! Aber es ist ja soviel mehr! Und eine traurige Vorstellung, dass viele Menschen nur zur Arbeit gehen, weil sie müssen! Das mag für einige Jobs gelten, aber sicher nicht für alle! Weil Arbeit kann auch Freude machen! Und der Kontakt mit Menschen kann ebenfalls erfüllen! Menschen zu helfen auch! Und manchmal vereint sich mehreres sogar! Und auch Kinder brauchen soziale Kontakte und können nicht über Monate zu Hause bei ihren Eltern hocken (nicht alle Eltern können ihren Kindern einen Garten bieten, Skypechats mit Freunden, Waldspaziergänge, Bildung). Eltern die sie vielleicht auch noch verprügeln, in dem Wissen, das niemand die blauen Flecken sehen wird. Ja, im Moment sind die Maßnahmen richtig und wichtig, aber sie können nicht unbegrenzt andauern. Und der Exit muss und wird kommen! Ich hoffe, dass das mit dem Ende der Osterferien der Fall sein wird, aber spätestens Ende April und im Extremfall Ende Mai. Graduell, natürlich, aber zwingend!

    Naja, alles andere ist doch genauso absurd! Zumal wir ja, selbst wenn sich der Alltag im Mai oder Juni halbwegs normalisiert, bis mindestens Weihnachten keine Massenveranstaltungen (ab 30 oder von mir aus 50 Personen) haben werden, so dass Geisterspiele die Regel sein werden. Und die Vereine haben halt laufende Verträge mit ihren Spielern, auf der anderen Seite wäre es aber niemandem vermittelbar, wenn der Steuerzahler die Ausfälle übernimmt (wir reden hier über Millionen!), selbst wenn die Spieler auf einen Anteil verzichten. Desweiteren besteht das Problem der auslaufenden Verträge. Ist der Ausgang der laufenden Saison nicht gesichert und die Durchführung der kommenden Saison ebenfalls ungewiss, wird kein Verein Verträge schließen, so dass ein Transfermarkt praktisch nicht stattfindet. Das wird alles noch ganz schön seltsam, aber die Vorstellung, dass ein großer Teil aller Proficlubs in die Insolvenz schlittert, vielleicht auch der FC, ist ja auch gruselig.


    Andererseits: Eine interessante Alternative wäre ein kompletter Reset! Wir lassen die Liga bis zur Saison 2021/2022 ruhen. Die Spieler bekommen ihr Geld aber weiter, bis alles Clubs bankrott sind. Alle Verträge werden aufgelöst. Und dann kriegen alle ein Neustartkapital von 10 Millionen Euro und - innerhalb der Liga - eine gleiche Beteiligung an den TV-Geldern. Okay, der Ansatz klingt schon beinahe kommunistisch...

    Ich habe Folgendes auf Facebook gepostet und an meine Nachbarn geschickt und möchte das auch hier sagen:


    Ihr Lieben,
    ich möchte aus aktuellem Anlass und weil ich den Eindruck habe, dass selbst unter den intelligenteren Menschen nicht alle verstehen, worum es eigentlich geht, zumal es auch in der - allgemeinen - Presse nicht wirklich deutlich wird, einfach einmal klarstellen, warum derzeit in Deutschland und anderen Ländern Schulen geschlossen werden und das öffentliche Leben mehr oder weniger zum Erliegen kommt oder demnächst kommen wird.


    Wir schließen die Schulen nicht, um die Kinder zu schützen. Wir schließen die Kinos, Bars, Clubs, Geschäfte, Firmen etc. nicht, um die Eltern zu schützen. Wir tun dies alles, obwohl es für alle Kinder und Eltern und alle anderen mit erheblichen Einschränkungen im täglichen Leben verbunden ist oder sein wird, um die GROSSELTERN (Ü60), die KRANKEN und die sonstigen RISIKOGRUPPEN zu schützen!


    Für uns alle, die wir jünger als 60 und überwiegend gesund sind, gibt es keinen Grund zur Panik! Wir brauchen keine Lebensmittel, Getränke, Klopapier und Medizin für drei Monate, es reicht völlig aus, wenn wir genug im Hause haben, um 2-3 Wochen Quarantäne zu überstehen, oder eben Nachbarn und Freunde haben, die uns ggf. Einkäufe vor die Tür stellen können!


    Auf der anderen Seite gilt aber auch: Ihr, die wir lieben und schützen möchten, Ihr Älteren (Ü60) und/oder Kränkeren müsst auch selbst auf Euch achten, damit unser aller Verzicht überhaupt Sinn macht! Das bedeutet: Nicht nur keine Kinderbetreuung wegen der Schul- oder KiTa-Schließungen übernehmen, sondern mindestens bis Ostern jeden Kontakt zu Euren Kindern und Enkelkindern vollständig unterlassen! Auch der Chor, die Kegelgruppe, die Kirche, die Sportgruppe, das Kaffeekränzchen, einfach alle derartigen Aktivitäten sollten - bis auf Weiteres - tabu sein!


    So schwer es fällt! Es braucht sich nur einer Eurer Freunde anzustecken und es kann passieren, dass Ihr ca. 20 Prozent Eures Freundeskreises verliert. Auf einmal. Und nicht eingerechnet sind die Nicht-Corona-Toten, die aber trotzdem anfallen, weil sie entweder sowieso gestorben wären oder Überlebenschancen gehabt hätten, aber wegen einer zu befürchtenden Corona-Überlastung der Ärzte und Krankenhäuser keine adäquate medizinische Behandlung mehr erhalten! Das ist die derzeitige Situation!


    Alles in allem: Kein Grund zur Panik! Aber Grund zur Besorgnis! Grund, sich selbst zu schützen! Und Grund, zu verzichten, um sich und andere zu schützen!

    Mindestens bis Ostern! Dann sehen wir weiter!

    Leute, muss man denn zurzeit überhaupt noch reisen? Einfach mal für 4-6 Wochen komplett die Füße still halten, soweit es möglich ist!


    Ich habe heute auch Pasta und Dosen gekauft. Mein Weinvorrat sollte auch für zwei Wochen Quarantäne halten, denn wenn ich schon zu Hause bleiben muss, möchte ich auch nicht auf alles verzichten! Das kann ja ganz schnell gehen: Meine Kollegin, die ich nun vertreten muss, kam mit anderen Kolleginnen am Mittwoch aus Ischgl zurück und die anderen wurden positiv getestet und sie hat erhöhte Temperatur, fällt also mindestens zwei Wochen aus, ganz unabhängig von jedem Testergebnis. Trotzdem war die blöde Kuh (Sorry!) gestern Abend noch auf der Arbeit, um sich eine überhaupt nicht eilige Akte zu holen, um sie zu Hause zu bearbeiten. Einem Kollegen, der noch da war, hat sie zwar nur aus ca. 5 Metern Entfernung zugewunken, aber wahrscheinlich den einen oder anderen Türgriff angefasst. Mir macht das keine Sorgen, aber wir haben auch Mitarbeiter, die auf die Pensionierung zugehen und/oder Lungenerkrankungen haben - muss sowas sein? Zumal ich ihr vorher gesagt habe, dass sie ZU HAUSE bleiben soll und wir alles im Griff haben. Sie war übrigens auch noch einkaufen. Jetzt hat ihr das Gesundheitsamt gesagt, dass sie zu Hause unter Quarantäne bleiben soll, aber sie will trotzdem noch den Müll runterbringen und im Keller ihre Wäsche waschen... Da krieg ich echt nen Hals!


    Nein, ich habe wirklich um mich und meine direkte Familie keine Angst! Die ganzen unbequemen Maßnahmen dienen auch nicht unserem Schutz oder dem Schutz der Kinder (das gilt auch für Schul- und KiTa-Schließungen!), sondern dem Schutz der Alten und Kranken! Das muss man sich einfach mal klar machen! Kein Grund zur Panik, für fast alle, aber aus Solidarität sollte man eben jedes Risiko vermeiden! Deshalb ist es auch keine Option, die Großeltern oder etwaige Immungeschwächte mit der Kinderbetreuung zu betrauen! Zum Glück kann ich in der Regel auch erst Mittags zur Arbeit gehen und meine Frau ist an den meisten Tagen auch in der Mittagszeit wieder zu Hause. Und meine Tochter kann mit 9 Jahren auch mal 1-2 Stunden alleine bleiben. Also irgendwie bekommen wir das hin, zumal meine Kollegen sehr verständnisvoll sind und die Vormittage abdecken. Aber ich bin in meiner Position, wie auch die Polizei, nicht abkömmlich und meine Frau arbeitet im Krankenhaus und ist dies auch nur bedingt. Klar, es wird für alle schwierig, aber man muss eine Lösung finden!


    Mit meiner Mutter habe ich heute auch lange gesprochen und ihr das erklärt: Niemand unter 60 oder 70 und ohne Vorerkrankungen muss in Panik verfallen, aber all die Einschränkungen dienen der Sicherheit der Risikogruppen! Und gerade deshalb sollten diejenigen, die dazu gehören, auch selbst jeden unnötigen Kontakt in den nächsten 6-8 Wochen vermeiden! Meine Frau wird z.B. für ihre Eltern einkaufen, die Sachen aber vor der Tür abstellen, ohne selbst Kontakt zu haben. Unsere Tochter wird anderweitig betreut. Alles furchtbar umständlich, aber notwendig, um Schlimmeres zu verhindern!


    Ein Alternativvorschlag, der mir lieber wäre, wäre allerdings, dass sich alle über 65 (die auf dem Arbeitsmarkt eher weniger relevant sind) und alle, die einer Risikogruppe angehören (Menschen mit Vorerkrankungen, Raucher) sich für 6-8 Wochen völlig abschotten und alle anderen feiern Parties mit viel Bützen, Schunkeln und flüchtig gespülten Biergläsern (Karneval!). Gerne kann man auch einige süße Chinesinnen oder Italienerinnen dazu einladen. Nach vier Wochen hatten die meisten dann kurz Fieber und evtl. etwas Kopfschmerzen und der Spuk ist vorbei. Eigentlich also eine Win-Win-Situation...

    Wie auch immer, man sollte jetzt entscheiden! Sollte man die Saison mit dem Status Quo beenden, ist das nächste Spiel für einige Mannschaften (auch uns) bedeutungslos. Da könnte es an Motivation fehlen. Sollte es weitergehen, ist die Unsicherheit da, ob und wann. Und sollte man auf Absteiger verzichten und die ersten Mannschaften der zweiten Liga aufsteigen lassen, dürfte das eine interessante und schwierige nächste Saison werden. Vielleicht ganz gut, dass wir dann nicht international dabei wären, aber das gilt ja auch für die anderen potentiellen Absteiger...

    Bis jetzt richten sich die Beleidigungen ja weniger gegen die Person Hopp, sondern in erster Linie gegen die Kommerzialisierung im Fußball (wie unter anderem der Kommentar im Express die Lage zutreffend beschreibt). Sollte es aber jetzt massiv zu Spielabbrüchen wegen (teils auch nur vermeintlicher) Beleidigungen Hopps kommen, kann das durchaus auch umschlagen und er auch als Person ins Fadenkreuz rücken! Ich halte die Vorgehensweise der DFL für äußerst bedenklich!

    Wegen 50-100-1.000 Idioten sollen die Mannschaft und 49.000 vernünftige Fans büßen? Und welche Mannschaft bestraft man? Wenn ich damit Gladbach eine Meisterschaft versauen kann, was hindert mich daran, im Gladbachtrikot gegen Cordoba rassistisch zu hetzen? Fußball war noch nie politisch korrekt und sollte es auch nicht sein. Wenn man bestraft, dann konkrete Einzeltäter!


    Und die Causa Hopp hat mit Rassismus ja nunmal gar nichts zu tun. Eigentlich ja nichtmal mit seiner Person, sondern "nur" mit dem, wofür er steht. Leider bekommt man die Kurve nicht dazu, Kritik in einer angemessenen Form zu äußern, aber die Kritik als solche muss erlaubt bleiben! Aber "Herr Hopp, wir finden es total blöd, wie Sie den Fußball korrumpieren" macht sich als Transparent nicht so gut. Obwohl, eigentlich wäre es auch nicht viel länger, als der Scheiß heute... Aber muss man wirklich dafür Spiele unter- oder abbrechen? Und darf man Hopp als Mimose bezeichnen, die er ja fraglos ist? Die Kritik richtet sich ja nicht gegen sein soziales Engagement, sondern gegen seine finanzielle Einflussnahme auf den Sport. Und da kann man ja unterschiedlicher Meinung sein, aber man kann den Fans ja nicht das Recht absprechen, diese kritisch zu sehen! Da ist Hopp ja nur ein Symbol für alles, was mit Hoffenheim, Leipzig, Wolfsburg, Leverkusen, in England, etc. aus der Sicht vieler Fans einfach schief läuft! Selbst wenn man diese Einschätzung nicht teilt, kann man sie zumindest nachvollziehen, oder? Und die Kritik betrifft ja durchaus auch den eigenen Verein: Wenn ich über Nacht Milliardär würde und den FC zur Meisterschaft führen wollte, würde mir eine entsprechende Kritik ja aus den eigenen Reihen entgegenschlagen. Und ich müsste ziemlich überzeugend sein, um die eigenen Fans auf meine Seite zu ziehen. Es geht also nicht um Hopp, sondern um ein grundsätzliches Problem! Und da bin ich durchaus bei jedem, der sich einer weiteren Kommerzialisierung des Fußballs entgegenstellt! Ich zumindest ziehe es vor, mit zweitklassigen Spielern unter annähernd gleichen Voraussetzungen um die deutsche Meisterschaft zu spielen, als international mit irgendwelchen von Scheichs geführten Retortenclubs konkurrenzfähig zu sein. Um das zu verstehen, braucht man sich nur die Stadionauslastung in der CL oder EL anzusehen! Sollten Vereine wie Dortmund oder Bayern die CL für wichtiger halten, können sie sich gerne in eine Europäische Liga verabschieden. Und Hoffenheim, Leipzig, Leverkusen und Wolfsburg gerne mit, falls man sie dort haben möchte. Ich brauche das nicht!