Beiträge von Harley

    Kaut der heutigen Sportbild war Lionel Soque vor der Saison gegen den Sparkurs.

    Das ist ja grundsätzlich nichts ungewöhnliches, dass in einem Gremium unterschiedliche Meinungen herrschen und man sich dann doch einigt (hier: darf aber nicht in Liga 2 enden), aber es wirft dann doch Zweifel auf, ob es mit der drohenden Insolvenz doch so weit war, dass es keine anderen Möglichkeiten gegeben hätte. Ich denke, der Rewe Vorstandschef hat da bei der Beurteilung von wirtschaftlichen Lagen doch gute Vorrausetzungen

    Wobei man bei zu viel ausgegeben natürlich auch berücksichtigen muss, dass die, die ihm auf die Finger hätten klopfen können, Corona auch nicht haben vorhersagen können

    Also jemand für das Desaster seines Nachfolgers verantwortlich zu machen, halte ich für falsch.

    Den Weg für Keller geebnet haben dann doch der aktuelle Vorstand. Im Nachhinein ein fataler Fehler, wobei ich durchaus nachvollziehen kann, dass die Konzepte ihren Reiz hatten. Leider werden wir wohl nie erfahren, ob es ohne die "handwerklichen Fehler" funktioniert hätte.


    Selbst die kleine Chance, Keller weiter machen zu lassen, um die Konzepte weiter zu verfolgen, ist für mich angesichts dessen, was jetzt nach und nach ans Licht kommt. in keinster Weise akzeptabel.


    So, jetzt gehts zu einem Mann, den ich in Köln noch weniger sehen möchte als Keller. Meinem Zahnarzt

    Meister mit Stuttgart, Pokalsieger und CL-Teilnehmer mit Schalke, Klassenerhalte mit dem FC u.a. durch Funkel und Baumgart-Verpflichtung.


    Angesichts unserer aktuellen Lage definiere ich da Versager anders. Da sehe ich die, die ihn damals abgelöst haben, um Meilen weiter oben in der Versager-Tabelle. Von den Nachfolgern ganz zu schweigen

    Soweit ich weiß, gab es die 3 % Klausel von Anfang an. Das hat nur keinen sonderlich gestört, weil es damals noch nicht so viele Mitglieder gab und alles Sonnenschein rund ums Geißbockheim herrschte.


    Grundsätzlich finde ich es gut, dass der MR eine Vorauswahl trifft - alleine schon um die von d1g1talbath beschriebene Gefahr, dass sich jeder Hinz und Kunz da meldet ohne auch nur ein Konzept zu haben.


    Aber ohne einen prominenten Namen sehe ich die 3 % als sehr schwer erreichbar an - wenn der MR nur ein Team vorschlägt ist das doch quasi eine Erfolgsgarantie.


    Problematisch sehe ich auch, dass der eine Vorschlag nicht den Willen des gesamten MR wider spiegeln muss - was etwa ist mit dem Unterlegenen bei einer 8:7 Abstimmung.


    Meiner Meinung nach muss die Hürde für andere deutlich gesenkt werden oder aber der MR muss auch mehrere Empfehlungen aussprechen können.

    Können, aber nicht müssen

    Doch, der MR ist das einzige Gremium, das ein Vorschlagsrecht hat. Und derzeit genau einen Vorschlag. Alle anderen Bewerber müssen die Unterstützung von 3 % der Mitglieder für die Zulassung erreichen, Das sind derzeit knapp 4.000. Nebenbei bemerkt, deutlich mehr als zu einer normalen MV kommen und auch mehr. als den aktuellen Vorstand bei seiner Amtseinführung gewählt haben.


    Dazu kommt die Hürde sich als Alternative zu bewerben, weil man in "normalen Zeiten " dann auch schnell in der Stinkstiefel-Ecke steht. War nicht beim Wechsel zu Wolff das ein Thema, warum es keine anderen Teams gab? Zumindest es einige Aspiranten so erklärt haben?


    Ich sehe eigentlich keinen Grund, der dagegen spricht, dass der MR mehrere Teams zur Wahl vorschlägt. Neben der Tatsache, dass die Mitglieder dann eine wirkliche Wahl haben, hätte es auch den Vorteil, dass sich die Frage der Verantwortung des Mitgliederrates für seinen Vorschlag nicht stellt und dass er sich in der Amtszeit dem von ihm als einzigen Vorschlag nicht verpflichtet fühlen muss

    Hier mal ein Auszug aus dem Artikel im KStA, wie es nun weiter geht


    " Im Vergleich zu Kellers Dienstbeginn vor zwei Jahren kostet der Lizenzspielerkader zwar nun ein Drittel weniger. Fuhr aber auch nur halb so viele Punkte ein wie in der Saison 2021/22. Derart günstig ist der Kölner Kader mittlerweile, dass Keller sogar Topverdiener der Lizenzsspieler-Abteilung gewesen sein dürfte. Allerdings werden auch die Bezüge des Sportchefs in der Zweiten Liga deutlich reduziert werden."


    Wenn das stimmt, haben wir uns wirklich zu den Deppen im deutschen Profifussball gemacht, aber können uns auf weitere Diskussionen freuen.


    Ein interessanter Ansatz im Artikel beschäftigt sich mit dem Mitgliederrat. Neben der Frage, wie der eigentlich aktuell zum Vorstand steht, geht es auch darum, ob die Regelung, dass der MR das alleinige Vorschlagsrecht hat und ob nicht so etwas wie eine Vorauswahl mehrerer Teams die bessere Alternative wäre. Das gefettete gibt mir zu denken


    "Ob es eine gemeinsame Haltung gibt oder gar eine kurzfristige Erklärung zum Vorstand geplant ist, ist offen. Der Mitgliederrat gibt sich zwar gern ansprechbar. Doch eine gemeinsame Linie wird den Mitgliedern nicht kommuniziert. Klar ist, dass es auch im Mitgliederrat Vorstandskritiker gibt. Mancher stellt sogar offen infrage, ob es nicht grundsätzlich zu viel Macht bedeutet, das alleinige Vorschlagsrecht für ein Vorstandsteam zu haben. Denkbar wäre schließlich auch, dass der Mitgliederrat eine Vor-Auswahl trifft, um dann formal geeignete Teams in einem Wettstreit der Ideen gegeneinander antreten zu lassen. Diesen Teil der demokratischen Meinungsbildung fürchtet man beim 1. FC Köln jedoch. Nur so ist zu erklären, dass seit fünf Jahren ein Vorstand amtiert, dessen öffentliches Auftreten derart ungeschickt ist. Gegen ein starkes Konkurrenzteam wären diese Mängel früher offenbar geworden. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass sich geeignete Teams mit Branchenkenntnis und Netzwerk schwertun, sich in der aktuellen Kölner Vereinsstruktur zur Verfügung zu stellen.

    Die "Potocnik-Affäre" hat zu einer Transfersperre für den 1. FC Köln geführt. Adam Delius, eine Hauptfigur im Streit um den Spieler, spricht über den Fall. https://www.kicker.de/ljubljan…chen-film/1025552/artikel



    Ich weiß nicht ob ich das glauben will….

    Ich glaube dem Typ kein Wort, wenn es um seine Seite geht. Aber komischerweise glaube ich ihm bezüglich der FC-Aktivitäten.

    Ja, unc wenn ich ehrlich, vermute ich stark, dass das noch nicht alles ist, was da in Bezug auf unser Verhalten rauskommt

    slash


    Ich verstehe was du meinst und teile auch die Forderung, nicht wegen der Unruhe im Umfeld etwas über das Knie zu brechen.

    Es sind zu viele Fehler gemacht worden, leider darunter auch viele Haar sträubende, allerdings sollte man jetzt Konsequenzen nicht als "Strafe für das Geschehene" verlangen, das Augenmerk muss darauf liegen, was für die Zukunft am ehesten Erfolg verspricht.


    Bei Einem macht das für mich keinen Unterschied: Wolff ist für mich schon alleine wegen seines Verhaltens und seiner Äußerungen auch für die Zukunft undenkbar. Da waren zu viele unpassende Aussagen, zu lange das Verstecken hinter nebulösen Ankündigungen, da sehe ich keinerlei Chancen, dass der noch etwas positives für den FC bewirken kann. Außer seinem Rücktritt

    Aktuell titellos würde ins Konzept passen,

    ablösefrei treibt Keller die Freudentränen ins Gesicht.

    Und wenn wir auch Trainer nach Alter und nicht nach Leistung bezahlen, wäre er auch günstig zu haben

    Das ist wirklich schwer zu sagen.

    Zuerst die Frage, ob man es Schultz zutraut. Er hat weniger als 1 Punkt pro Spiel geholt, das hätte auch hochgerechnet noch nicht einmal zum Reliplatz gereicht. Andererseits war die Ausbeute unter Baumgart deutlich schlechter. Manche Punkte wurden dann auch sehr, sehr glücklich eingefahren.

    Allerdings konnte er dank des Assessment-Centers und der langen Suche kein wirklich neue Ideen einbringen, sondern nur an der einen oder anderen Stellschraube drehen und musste zudem lange ohne Stürmer auskommen. Ob ein anderer Trainer mit Spielern wie Tigges und Alidou ein Offensivfeuerwerk abgefeuert hätte?

    Tendenziell würde ich zu neuer Trainer tendieren, allerdings ist da die große Unbekannte von Schultz Konzept für eine Saison mit vielen jungen Spielern, dazu die positiven Äußerungen der Spieler.


    Wer denn der neue werden sollte, da bin ich ratlos. Ähnlich deprimierend wie aktuell habe ich die Situation nur nach dem Jahr mit Schuster und dem nach Stani gesehen. Dann kamen Zettel-Ewald (dem ich die Entwicklung nicht zugetraut hätte) und Stöger (den ich gar nicht kannte und mich fragte, wieso man für den eine Ablöse bezahlen konnte). Beide hatten eines gemeinsam - sie hatten eine Grundidee, die funktionierte. Das ist diesmal aber gar nicht gefordert. Die Idee steht ja schon fest: die Spielidee muss der der E-Jugend ähneln, damit ganz viele neue Spieler nachwachsen, die man dann teuer verkaufen kann. Oder sie vergrault wie aktuell.


    Im Winter hat man Schultz zugetraut, diese Idee auch bei den Profis zu implementieren, ein neuer würde das halt nur auf einer Powerpoint-Präse schreiben, ob es funktioniert???


    Irgendwie komme ich zu dem Schluss, dass es eigentlich völlig egal ist. Scheiß auf die Spielidee, Hauptsache wir kommen in dr Hinrunde auf halbwegs akzeptable Punktzahlen. Von mir aus auch mit Mauer-Trainern wie Funkel, Stöger oder sonst wem. Und da sind wir dann auch schon bei einem wichtigen Punkt? Wer sollte sich in der aktuellen Situation den FC überhaupt antun wollen?

    Geordnet wäre auch "Der Letzte macht die Türe zu", aber wie du sagst unproduktiv.


    Daher haben Wolff und Keller ja schon ihre Bereitschaft erklärt, die Pattex-Hausmeister zu machen.


    Im Ernst, jetzt muss schnell geschaut werden, wer noch da bleibt. Sollten sich da gravierende Unterschiede zu Kellers früheren Aussagen ergeben, ist er spätestens fällig. Und mit ihm auch sein väterlicher Beschützer.


    Sollten tatsächlich die da bleiben, von dene3n es auch möchte, bin ich auf die Planungen für nächste Saison gespannt. Aber die will ich dann jetzt hören und nicht ein halbes Jahr nach dem Ende nächster Saison wie bei der CA-Sperre