Beiträge von Dummschwätzer

    Klar können Journalisten das nicht ohne weiteres beurteilen. Aber wie es so ist, Drosten ist ein Fachmann, tritt aber nicht in Talkshows etc auf, weil er keine Lust auf diesen Medienzirkus hat, sondern forschen will (was ich verstehen kann). Streeck und Kekule treten sehr gerne in Talkshows auf. Dann wird der Eindruck erweckt, dass die wissenschaftliche Meinung ca. 50:50 ist oder Drostens Aussagen eine Minderheitenmeinung sind, was aber einfach nicht stimmt. Der wissenschaftliche Diskurs wird da völlif verzerrt wiedergegeben. Und das macht die gesellschaftliche Debatte ja nicht einfacher. Man müsste sagen: "Hier, so gefährlich ist das Virus, das sind die Folgeschäden, das sind die Schäden der Gegenmassnahmen, in gesundheitlicher und kultureller Hinsicht, jetzt diskutieren wir mal, wie wir das gewichten." Streeck und Kekule gaukeln vor, dass man sich dieser harten Diskussion nicht stellen muss, weil das Virus ja gar nicht so gefährlich sei.


    Insgesamt ist mir da aber auch zu viel Schaum vor dem Mund bei der Debatte, insofern ist Böhmermanns "Menschenfeinlichkeit" dumm, weil der empörte Bild-Leser sich jetzt daran aufhängen kann und nicht mehr zuhören muss, was Böhermann da inhaltlich gesagt hat (gilt jetzt nicht für Dich, slash).


    Es wäre ja ein Anfang, wenn die Journalisten z.B. Streeck vorstellen mit "Er ist Virologe mit Spezialisierung auf das HI-Virus, der sich vorher nie wissenschaftlich mit Corona-Viren beschäftigt hat". Dann könnte man es besser einordnen und er würde nicht als gleich kompetent wie Drosten erscheinen. Aber dann funktioniert die Show natürlich schlechter.

    Warum ist das ein unwahrscheinlicher Zufall? Ohne eine Autopsie lässt sich das wohl schwer sagen. Wenn ich heute zum ersten Mal in meinem Leben Bungeejumping mache und in 10 Tagen nen Herzinfarkt bekomme, ist das nicht genauso wahrscheinlich? Vielleicht habe ich ja ein Herzleiden und der Andrenalinschub hat mein Herz geschädigt?


    Ich will ja gar nicht sagen, dass es nicht auch der Impfstoff sein könnte. Aber bei der Menge an Menschen, die bislang geimpft wurden, so sehr das im Einzelfall traurig ist, ist das einfach die Diskussion nicht wert, sorry. Denn am Ende führt das dazu das Menschen Angst vor einem Ereignis mit einer Wahrscheinlichkeit von 1: 1000000000 haben und sich deswegen nicht impfen lassen. Was das Nicht-Impfen jedoch verursacht, werden wir im Herbst/Winter sehen.

    Hier in der Schweiz kann man es schon jetzt bewundern.


    https://www.srf.ch/news/schwei…er-operationen-verschoben


    Krebspatienten bekommen ihre Operationen nicht wegen Impfverweigerern.

    Ja, das ist natürlich eine dämliche Formulierung. Daran würde ich mich jetzt aber nicht aufhängen. Mir schien es ihm eher um diese medialen Mechanismen zu gehen. Und die sind ja auch dämlich. Es wird dann so dargestellt, als ob es in der Wissenschaft halt für jede Position jemanden gibt, der das teilt, und dass man wissenschaftlich sowohl das eine als auch das andere behaupten kann. Und das ist hat Blödsinn, weil die wirklichen Experten sich ja ziemlich einig sind.


    Wahrscheinlich unterstellt er ihnen, dass sie nur aus finanziellen Gründen oder wegen ihrer Karriere da Dinge von sich geben, die Inzidenzzahlen hochtreiben können, wodurch Menschen unnötig sterben. So interpretiere ich das, wenn man mal das reisserische Bildgelaber weg lässt.


    Was natürlich stimmt, ist, dass man im öffentlich-rechtlichen Fernsehen einen Diskurs führen muss, wie wir mit Corona umgehen wollen, wie wir Güter abwägen wollen usw. Das wird zu wenig gemacht, statt dessen lädt man dann so Leute wie Streeck und Kekule ein, die einen solchen Diskurs eben nicht führen, oder zumindest nicht redlich führen. Ich finde das auch kritisch. Aber Menschenfeindlichkeit ist natürlich ein mehr als dämlicher Ausdruck.

    Inhaltlich hat er doch Recht? Kekule publiziert so gut wie nichts, das ist ihm im eigenen Institut ja schon vor Corona übel ausgelegt worden. Und Streeck ist fachlich sicherlich kein schlechter, er hat aber zum HI-Virus geforscht, nicht zu Coronaviren. Trotzdem werden sie eingeladen, weil man halt weiss, was sie dann sagen werden.


    Mundtot darf man natürlich niemanden machen, aber das hat halt einen Anschein von Wissenschaftlichkeit, der einfach falsch ist. Ist ja so wie Markus Gabriel, der als "Starphilosoph" gilt und sich zu Themen äussert, von denen er fachlich halt überhaupt keine Ahnung hat. Das darf er natürlich tun, keine Frage, aber es ist halt ärgerlich.

    Apropos Spiel gegen Gladbach. Da freue ich mich ja schon drauf. Wie oft sind wir in diese Derbys mit vollen Hosen gegangen und haben das Spiel völlig mutlos verloren? Das zumindest wird unter Baumgart wohl bestimmt nicht passieren.

    Ich kenne die Spieler jetzt nicht im Einzelnen, aber es wirkt halt auch so, als ob da planlos was zusammen gekauft wurde, was weder menschlich noch sportlich zusammen passt.

    Schwarz-Rot-Gelb kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Denke nicht, dass das die SPD noch einmal machen würde, aber wer weiss.


    Es ist schon schlimm, was da für Kandidaten im Spiel sind. Deutscher Bundeskanzler zu sein ist jetzt ja auch global gesehen nicht so unwichtig.

    Ich dachte es gestern auch. Die wirklich unterirdisch schlimme Phase fällt zusammen mit der Phase, als keine Zuschauer ins Stadion durften. Das erklärt natürlich nicht alles, entschuldigt auch nicht solche Spässe wie das 0:6 gegen Bremen, aber man kann es in der nachträglichen Bewertung der Gisdol-Zeit zumindest zur Kenntnis nehmen.

    Man hat echt das Gefühl, dass es ein Trainer ist, bei dem es mal langfristig passen könnte. Geiler Trainertyp, der geilen Fussball spielen lässt. Irgendwann werden die Gegner sich wohl drauf einstellen, aber das sieht ja schon alles gut aus. Geniessen wir es, ein bisschen fürchte ich ja, dass der BVB ihn zur nächsten Saison abwirbt.

    Bei Modeste hiess es ja, dass er die letzten Jahre auch nie eine vernünftige Vorbereitung hatte. Kann schon damit zusammenhängen.


    Ansonsten sieht man mal wieder, dass Spieler einfach besser dastehen, wenn sie in einem funktionierenden System spielen, in dem sie ihre Aufgaben kennen und die auch erfüllen können.


    Wenn Baumgart es schafft, dass sich die Investments in Modeste und Schaub doch noch auszahlen, dann wäre alleine das ja schon Gold wert.