Der Fall Potocnik und seine Folgen

  • Ich mache hier mal weiter, damit das Thema nicht in 3 verschiedenen Threads diskutiert wird.


    Neues Format in drei Teilen: Nach teils heftiger Kritik: FC-Bosse um Wolf und Keller reden jetzt Tacheles
    Der Vorstand des 1. FC Köln ist weiter unter Druck und bei vielen Themen auch in Erklärungsnot. Jetzt soll ein neues Format für Offenheit und Transparenz…
    www.express.de


    Zitat


    Nach EXPRESS.de-Informationen sind vorerst drei Podcast-Ausgaben vorgesehen. Am Sonntag (2. Juni 2024) soll die erste Folge um 12 Uhr erscheinen. Knapp eine Stunde reden die Bosse dann über das Cas-Urteil, die Ursachen der Transfersperre und die Auswirkungen. In Teil 2 soll später die aktuelle sportliche Situation beleuchtet werden. Bei Teil 3 werfen die Bosse einen übergeordneten Blick auf die Gesamtsituation des 1. FC Köln.

  • Ich bin gespannt. 🤔

    Schlaue Bücher und kluge Frauen stoßen sich ab. Jedenfalls von mir.


    Manchmal frage ich mich was andere Menschen mit Ihren Hobbys machen...zum Beispiel Holzschuhtänzer. Fragen die sich auch Samstags 15.30 Uhr ob es ein Radio in der Nähe gibt...

  • Klartext der FC-Bosse: Dubiose Kanäle & Geldkoffer: So lief der Potocnik-Krimi ab – Keller verzweifelt
    Endlich Klartext der FC-Bosse! Am Sonntag gaben der Vorstand und die Geschäftsführung des 1. FC Köln interessante Einblicke in ihre Arbeit nach dem Abstieg.…
    www.express.de


    Aus FC Sicht ist das natürlich legitim sich so zu erklären.


    Zitat


    Die wichtigsten Erkenntnisse: „Eine leichte Pflichtverletzung, nicht schwerwiegende Pflichtverletzung der beiden Geschäftsführer zum damaligen Zeitpunkt, also Alexander Wehrle und Philipp Türoff. Der Gutachter kommt zu dem Schluss, dass er keine Schadensersatzansprüche sieht.“

    Schade nur, dass diese leichte Pflichtverletzung uns in eine der größten, wenn nicht sogar die größte, FC Krisen aller Zeiten bringt. Das ganze jetzt achselzuckend abzutun, frei nach dem Motto "ist halt blöd gelaufen" empfinde ich als äußerst unbefriedigend.

  • slash

    Hat den Titel des Themas von „Der Fall Potocnik“ zu „Der Fall Potocnik und seine Folgen“ geändert.
  • Eine Transfersperre mit Abstieg und dem Risiko der Drittklassigkeit als leichte Pflichtverletzung darzustellen, ist schlicht unrealistisch.

    Netter Sidefact: das Gutachten wurde an die Kanzlei Hengeler Müller vergeben, für die Vizepräsident Carsten Wettich einst gearbeitet hat.


    Mer kennt sich, mer hilf sich....

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    Manchmal frage ich mich was andere Menschen mit Ihren Hobbys machen...zum Beispiel Holzschuhtänzer. Fragen die sich auch Samstags 15.30 Uhr ob es ein Radio in der Nähe gibt...

  • Irgendwie nicht verwunderlich, es handelt sich ja um eine juristische Aufarbeitung.

    "Das Gutachten bejahe eine „leichte Pflichtverletzung“ der im Januar 2022 amtierenden FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle und Philipp Türoff. Wehrle und Türoff hatten damals zwar einen Rechtsrat eingeholt. Dennoch habe man sich nicht ausreichend mit dem Sachverhalt befasst, um von der Haftung befreit zu sein. Schadensersatzansprüche gegen die Geschäftsführer könne der 1. FC Köln dennoch nicht geltend machen."


    Dass keiner haften muss, erklärt der Stadtanzeiger so


    "Dass weder Wehrle noch Türoff haften, liegt auch daran, dass es aus Sicht des Gutachters keinen im rechtlichen Sinne ersatzfähigen Schaden gibt. Zwar ist in etwa bekannt, was den 1. FC Köln ein Abstieg kostet. Allein an Fernsehgeld werden dem Klub mehr als 25 Millionen Euro entgehen – im ersten Zweitligajahr. Doch den Abstieg in einen direkten Zusammenhang mit der Transfersperre zu setzen, ist schwierig darstellbar, gerade angesichts der Kölner Misserfolge auf dem Transfermarkt in den vergangenen Jahren."


    Die Wahl der Anwälte mag ein Geschmäckle habe, allerdings finde ich das nicht ungewöhnlich, dass man jemanden beruft, den man kennt und dessen Kompetenz man sicher ist. Vielleicht wäre uns einiges erspart geblieben, wenn man die Kanzlei schon am Anfang engagiert hätte.


    "Etwas kurios mutet an, dass die beauftragte Kanzlei sich in der Rückschau „wundere“ über die „positiven juristischen Prognosen, die gegeben wurden“, wie Vizepräsident und Anwalt Carsten Wettich im Podcast zitiert. " (auch aus dem Stadtanzeiger". Allerdings hatten die dann natürlich auch den "nachher ist man immer schlauer Vorteil"

  • Naja, auch als juristischer Laie könnte einem sofort aufgefallen sein, dass es schwierig ist den Beweis zu führen dass man den Jungen nicht angestiftet hat, wenn einen Tag nach der Kündigung der neue Vettrag unterschrieben wurde. War zumindest auch mein grosses Fragezeichen bei den optimistischen Einschätzungen. Hab mir dann gesagt dass man ja nicht alles kennt und anscheinend gibt's noch ein paar andere Argumente. Aber vielleicht hat die Kanzlei den FC einfach abgezockt. Wir vertreten euch und gewinnen das schon bringt halt mehr Geld als zu sagen dass man eh kaum ne Chance hat.

  • Fazit: die verantwortlichen Herren dürfen weiter machen. Finde ich sehr traurig und höchst fragwürdig.

    Schlaue Bücher und kluge Frauen stoßen sich ab. Jedenfalls von mir.


    Manchmal frage ich mich was andere Menschen mit Ihren Hobbys machen...zum Beispiel Holzschuhtänzer. Fragen die sich auch Samstags 15.30 Uhr ob es ein Radio in der Nähe gibt...

  • Ich habe m ir auch mehr erwartet, aber das war dann wohl naiv.


    "Die Kanzlei hat geprüft, ob Rechtspflichten der damaligen Geschäftsführung eingehalten wurden", erklärt Vorstandsmitglied Carsten Wettich und präzisiert: "Es wurde nicht geprüft, ob etwas hätte anders gemacht werden können. Es war eine rein rechtliche Prüfung."


    Vielleicht war man dazu sogar verpflichtet, das zu prüfen.


    Dass das wohl kaum die angekündigte Aufarbeitung war, die im Winter angekündigt wurde, sehen die allermeisten wohl so. Mit Ausnahme von einer Handvoll Gestalten, die das Teil in Auftrag gegeben haben

  • Ich kann Wolf nicht zuhören, das ist so eine Grütze.

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • Die Argumentation von Keller ist doch Mist. "Die 2.5 Mios waren völlig überzogen, die zahlen wir nicht." Tja, Junge, Angebot und Nachfrage würde ich sagen. Wer sich so vorsätzlich blöde in diese Position bringt, dass eine Transfersperre droht, braucht sich nicht wundern, wenn man abgezockt werden soll. Aber schön dass er stabil geblieben ist und denen kein Geld in den Rachen geworfen hat. Ist viel wichtiger als so ein paar Transferperioden. Kannste dir nicht ausdenken.

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • Die Argumentation von Keller ist doch Mist. "Die 2.5 Mios waren völlig überzogen, die zahlen wir nicht." Tja, Junge, Angebot und Nachfrage würde ich sagen. Wer sich so vorsätzlich blöde in diese Position bringt, dass eine Transfersperre droht, braucht sich nicht wundern, wenn man abgezockt werden soll. Aber schön dass er stabil geblieben ist und denen kein Geld in den Rachen geworfen hat. Ist viel wichtiger als so ein paar Transferperioden. Kannste dir nicht ausdenken.

    Das war im August 2022 und wäre, wenn ich das richtig verstanden habe, die letzte Möglichkeit gewesen das Ding zu klären. Nachdem die Klage vor der Fifa eingereicht worden war, gab es an sich keine Möglichkeit mehr aus der Nummer rauszukommen.

    Da frage ich mich, ob die drohende Transfersperre bekannt war oder man sich beim FC dachte die Fifa würde für den FC entscheiden. Das war einfach komplett fahrlässig.

  • Es hat ja gegen Kellers Gerechtigkeitsempfinden verstossen, da kann ich schon verstehen, dass man die Hände in den Schoss gelegt hat.

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