Laberthread 2020/2021

  • Jepp, scheint mir so, als würden wirklich alle Fans komplett überreagieren, wenn sie am Sachverstand der Verantwortlichen zweifeln.

    Um anschaulich zu diesem Punkt zu zeigen, was ich meine, nehmen wir doch mal den ehemaligen Spieler Cordoba und die Reaktionen der Fans. Das schöne bei vielen Reaktionen ist ja, dass die sich dann recht schnell an einen der berühmtesten Sätze Adenauers erinnern (den mit dem Geschwätz von gestern).


    Auch der aktuelle Trainer ist da ein gutes Beispiel: Überaus kritisch gesehen am Anfang, dann sehr positiv und jetzt wieder überaus kritisch.


    Oder um auch auf das Kabarettprogramm einzugehen: erst himmelhochjauchzend über Demokratie und Mitgliederbeteiligung einen neuen Vorstand wählen, und kurz danach den selber Gewählten verdammen. ohne auch nur ein wenig den eigenen Anteil daran zu berücksichtigen.


    So wie ich das verstanden habe, bezieht sich Zeigler auf die, die Zetern um des Zetern willen - und das am liebsten häufig und über alles. Und der Anteil dieser "Fans" ist in den letzten Jahren hier wirklich stark gestiegen

  • Mir fehlt da halt die Differenzierung oder die klare Darstellung auf wen sich das bezieht.


    Um es auf das Beispiel Cordoba zu beziehen: Er hat halt zuerst einfach so unterirdisch gespielt, dass man sich fragen musste, wie er Profi wurde und warum Schmadtke 17 Mios auf den Tisch gelegt hat. Und dann hat er später einfach sehr gut gespielt und so wurde das auch bewertet. Wann wurde er denn wieder kritisch gesehen, das ist an mir vorbeigegangen?


    Ob es wirklich mehr Pöbler geworden sind, weiß ich nicht. Woran macht man das fest? Social Media? Das ist wohl auch etwas kurz gedacht. Das sich dort nicht gerade die Elite auskotzt ist wohl bekannt. Aber auch da gibt es Unterschiede. Zum Beispiel finde ich es legitim zu sagen "Diese Darbietung ist eine Beleidigung für den Sport Fussball". "Spieler XY ist ein blöder Sohn seiner Mutter" geht halt nicht.

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • Ich glaube wir sind uns alle darüber einig, dass wir nicht FC Fans geworden sind, weil wir hier den besten Fußball zu sehen bekommen. Es mag auch den ein oder anderen geben, der noch erfolgreiche FC Zeiten mitgemacht hat, aber die 80er Jahre sind jetzt auch schon ein Weilchen her.


    Der FC ist doch für alle ein Verein, mit dem man stark emotional verbunden ist. Und Emotionen gehen halt in alle Richtungen.


    Ich denke Zeigler geht halt eher auf Menschen ein, die in Social Media allen möglichen Müll von sich geben. In meinem Verständnis ist der Fan jetzt auch nicht nur dafür da Geld zu bezahlen und alles was in diesem Verein passiert klaglos zu akzeptieren.

    Fußball ist halt ein hoch emotionales Geschäft. Deswegen werden da auch riesige Summen umgesetzt und es läuft jeden Tag zu jeder Uhrzeit irgendein Spiel. Das führt aber auch dazu, dass jeder eine Meinung dazu hat und diese auch äußern kann.

    Man muss da halt abwägen. Es kann nicht jeder, der sich kritisch äußerst einfach als ewiger Nörgler abgetan werden und es muss sich jeder Kritiker auch fragen ob das was er sagt im Rahmen bleibt.

  • Also ich habe als Erfolgsfan angefangen: Pokalsieg und Double in den ersten "aktiven" Jahren. Und bei den Dauerkarten waren immer zwei Blanko-Karten für die ersten beiden Runden in Europa dabei8)


    Zum Thema: Ich glaube nicht, dass Zeigler Kritik meinte. Ich habe ihn so verstanden, dass er das Phänomen beschreibt, dass pausenlos über jemand oder etwas genörgelt wird - zum Teil auch wohl um des Nörgeln willens. Es mag sein, dass Social Media das befeuert, da kann sich ja der grösste Trottel sicher sein, dass er noch für seinen Müll andere Trottel findet, die ihm zustimmen.


    Aber hinter den Account stecken eben auch Menschen, und so trägt sich das auch ins normale Leben - abgesehen von Auswüchsen.


    Und ich denke, dass dies in den vergangene Jahren in hohem Ausmaß in unserem Verein zu beobachten ist- unabhängig von Kritik und dem äußern eigener Ansichten

  • In Köln habe ich das Gefühl, dass man von Seiten des Vereins aber auch gerne die böse Erwartungshaltung der Fans vor jede Kritik schiebt. Schon Stöger lies immer wieder Spitzen fallen, dass das Anspruchsdenken in Köln so hoch sei. Das hat sich dann von Anfang über Beierlorzer zu Gisdol so weitergezogen. Das wird halt meiner Meinung nach gerne von offizieller Seite im Verein lächelnd immer wieder platziert, wenn es gebraucht wird und irgendwann setzt es sich dann auch fest.

    Zuletzt konnte man ja eigentlich gut an der Müller Römer Geschichte sehen, dass mit Zweierlei Maß gemessen wird, wenn es um Verfehlungen geht.


    Das soll jetzt nicht heissen, dass es keine Leute gibt, die um des nörgeln willens nörgeln. Das gibt es immer. Nur sollte man berechtigte Kritik auch nicht gleich als nörgeln abstempeln.

  • Fall ich es noch nicht erwähnt haben sollte, dass es sich Meiner Meinung nach nicht um Kritik geht, tue ich es hiermit noch ein mal:)


    Aber wenn ich mir rückblickend so ins Gedächtnis zu rufen versuche, wer und weshalb nach dem EL-Einzug in Köln in der "Kritik" stand, bleiben da nicht mehr viele übrig, denen das nicht widerfahren ist.


    Und bei der Abfolge und Kürze der Zeit, in der schon der Nächste gefunden wurde, wenn der Vorgänger in der "Kritik" den Verein verlassen hatte, scheint mir der Anteil der Nöhler aus Prinzip nicht so gering zu sein.

  • https://geissblog.koeln/2020/1…klich-um-anderssons-knie/


    Der Geissblog gibt sich neuerdings auch mal kritisch.


    Zitat


    Andersson wurde vom eigenen Mann in der zweiten Trainingswoche derart rüde gefoult, dass er sich kürzlich einer Knie-OP unterziehen musste. Beim FC erklärte man freudig, dass das Problem nun gelöst sei und Andersson sich so gut fühle wie noch nie, seit der am Geißbockheim ist. Diese Aussage ist spätestens seit Freitag ad absurdum geführt. Andersson fällt gegen Borussia Dortmund aus, weil sein Knie auf die Belastung reagiert hat. Anders ausgedrückt: Der Schwede hätte wohl gegen Union Berlin nicht spielen dürfen, schon gar nicht über 90 Minuten, wurde aber ins Rennen geschickt, weil kein anderer Mittelstürmer mit Bundesliga-Format vorhanden war – Modeste war zu diesem Zeitpunkt noch nicht wieder fit.

    Die Kommunikation zu Anderssons OP und Genesung war schon recht fragwürdig. Jetzt haben wir einen Stürmer, der sich von einer Knie OP erholen muss, einen Zweiten, der seit Sommer nicht fit wird und einen Dritten, der vom Niveau in der Bundesliga komplett überfordert ist.

  • Man hätte halt auch den Vertrag mit Modeste auflösen müssen. Das wird doch im Leben nix mehr. Und dann halt nen zweiten Stürmer neben Andersson kaufen. Und dann halt auch mal offen kommunizieren was Sache ist und fertig.


    Was man da jetzt mit Andersson gemacht hat, ist einfach nur katastrophal.

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • Cestic hat seinen Vertrag vor dem Spiel gegen Dortmund bis 2024 verlängert.


    Hoffentlich schaffen wir es ihn jetzt einzubauen. Auf Sörensen und Mere brauchen wir ja scheinbar nicht mehr zu hoffen. Es ist mir irgendwie ein Rätsel, aber bei Sörensen scheint ja wirklich irgendwas im Argen zu liegen, wenn der jetzt auch trotz akuter Verletzung von Mere nicht im Kader steht. Und bei Mere habe ich die Hoffnung mittlerweile auch komplett aufgegeben. Ein okayes Spiel gegen Union und dann direkt wieder verletzt. Dann sollte man vielleicht doch auf Cestic und Voloder setzen.

  • Gestern stand wohl die jüngste Startelf einer FC Mannschaft seit 50 Jahren auf dem Platz. Mit Horn, Cestic, Özcan, Thielmann und Jakobs kamen 5 Spieler aus der eigenen Jugend.


    Katterbach ist nah dran an der Startelf. In der U23 spielen Lemperle, Voloder und Krahl regelmäßig. Sponsel und Obuz sind jetzt auch in die U23 nachgerückt. Im Sommer wird dann wahrscheinlich Castrop folgen und irgendwann wohl auch Diehl.


    Ich denke mehr können wir da momentan nicht rausholen. Richtig gut ist, dass wir die U19 Spieler in der Regionalliga regelmäßig spielen lassen können und nicht nur aussortierten Spielern wie Clemens oder Höger dort Spielpraxis geben müssen.


    Im Sommer enden die Verträge von Clemens, Höger, Sörensen, Elvis und Wolf. Das wird der nächste Umbruch im Kader werden. Wir werden in der Bundesliga nicht nur mit 19jährigen spielen können. Da die Balance zu finden wird eine echte Herausforderung.

  • Weiss nicht mal, ob ich es einen "Umbruch" nennen würde. Clemens, Höger und Sörensen spielen ja gar keine Rolle mehr, und bei Rex denke ich auch, dass er wieder auf die Bank rückt, wenn Hector dann vielleicht mal irgendwann zurückkommt. Richtig ist, dass wir gerade bei den ersten drei richtig viel Kohle einsparen, wenn deren Gehälter wegfallen. Also statt Umbruch gibt es da eher die Chance auf eine richtige Weiterentwicklung des Kaders.

  • Zitat von patmax99 avatar-default.svg
    Zitat von Bobtail Ich mach mal 3 Vorschläge: Arminia Bielefeld, Union Berlin, Schalke 04.

    Unmöglich ?



    Schalke wird sich wieder fangen. Union bringt deutlich mehr Leidenschaft und hat bald auch einen guten Keeper.




    Glaubst Du Deinen ersten Satz immer noch ?

  • Schalke ist fällig.

    Hätten es in der letzten Saison schon verdient gehabt. Dem tasmanischen S04 würde ein Abstieg gut tun :-)

    Ich hab mir das Spiel der Schalker gestern angesehen.

    Das war schon erschreckend schwach.

    Die Statistik sagt auch das aus, was man sehen konnte.

    Sie liefen zwar mehr Kilometer (meist hinterher), aber die Basics fehlten (Zweikampfquote, Galligkeit, usw.)

    Im Vergleich zum FC ist die Lage dort um einiges ernster...

  • wenn auch nur ein Teil dessen stimmt, was man über die finanziellen Verhältnisse dort lesen kann, stellt sich die Frage, in welche Liga es im Falle eines Abstiegs denn wohl geht.


    Allerdings sind sie trotz des aktuellen Trends auch nur 4 Punkte hinter uns

  • Ich denke auch, dass noch alles möglich ist, da alles sehr nah beieinander ist. Schalke trauen wahrscheinlich alle noch mehr zu. Ich denke auch, dass die momentan unter ihren Möglichkeiten spielen. Was möglich ist, wenn man mal 1-2 Spiele am Stück gewinnt hat man ja ganz gut in der letzten Saison bei uns gesehen. Und da kamen wir ja noch von wesentlich weiter weg.

  • Dass wir mal ein Bigpoint Spiel gegen einen direkten Konkurrenten gewinnen war enorm wichtig. Wenn man mit dem Rücken zur Wand steht und gegen scheinbar übermächtige Gegner spielt ist halt nochmal ein anderer Druck als gegen einen direkten Konkurrenten.

    Gisdol scheint die richtige Ansprache zu finden. Nach 18 sieglosen Spielen sicherlich nicht zu früh.

  • Hätte man doch nur nicht gegen Bielefeld verloren...

    Dachte ich auch. Ist natürlich ne Milchmädchenrechnung, aber hätten wir da gewonnen und alles andere wäre gleich geblieben, dann wären wir jetzt im sicheren Mittelfeld mit 9 Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge und unterhalten uns darüber, wie Heldt mit wenig MItteln die Mannschaft weiterentwickelt hat.

  • Die drei Punkte wären schon viel wert. Wenns normal läuft gibt es bis Weihnachten keine Punkte, aber danach noch 4 Spiele gegen Gegner in Reichweite. Da sollte man zwei Siege holen, oder zumindest 1 Sieg und 2 Unentschieden. Dann hätte man 15-16 Punkte. Holt man dann in der Rückrunde 20 sollte es reichen.

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

    Einmal editiert, zuletzt von d1g1talbath ()

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