Der Corona-Thread

  • Euromomo hat Zahlen bis einschließlich KW17 (letzte Woche) und die Übersterblichkeit liegt weiterhin bei 0. In den meisten anderen europäischen Ländern übrigens auch.

    Ein Erfolg der Gegenmaßnahmen, wenn man sich die entsprechenden Zahlen für Belgien, die Niederlande oder Italien anschaut. Aber das ist das, was ich meinte. Wie hoch muss der Bodycount sein, damit wir als Gesellschaft im Nachhinein die Maßnahmen akzeptieren?


    Und Rume: eine passende Analogie wäre vielleicht 'wie viele vollendete Terroranschläge braucht es, damit Grundrechtsreingriffe durch den Staat akzeptiert werden?'

  • Ja, das ist genau das Extrakt, welches auch hier beschrieben wird.


    Zitat: "Wenn jemand bereits im Hospiz ist und dann an Covid-19 stirbt, ist niemand wirklich überrascht. Aber Covid-19 tötet auch Menschen, die sonst nicht so bald gestorben wären. Forscher aus Großbritannien sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Menschen, die in Italien an den Folgen der Krankheit gestorben sind, im Schnitt mehr als zehn Jahre ihres Lebens verloren haben. Das ist sehr viel. In die Studie waren Menschen aller Altersklassen miteinbezogen. Für jemanden, der an Diabetes leidet, aber gut damit zurechtkommt, gibt es keinen Grund, dieses Jahr zu sterben. Erkrankt er oder sie an Covid-19, steigt das Risiko dafür stark an. Die meisten Covid-19-Todesfälle sind vermutlich verfrüht."


    Wenn Tote vermieden werden, gibt es dafür halt kaum Applaus, sondern nur Nörgler, die alles in Frage stellen. Und mit diesem Mob muss die Politik halt auch irgendwie zurecht kommen.


    There is no glory in prevention.

  • Der Pharmakonzern Roche hat in den USA die Zulassung für einen sehr spezifischen Antikörpertest bekommen. 100% Erkennungsrate nach 14 Tagen und 99,81% Spezifität, d.h. (wenn ich das richtig verstehe) nur etwa 1 von 500 Tests ist falsch-positiv.

  • Gestern wurde gemeldet, dass ein 26jähriger ohne bekannte Vorerkrankungen gestorben ist. Und natürlich ist das tragisch und auch traurig, aber wie viele in dem Alter sind bisher gestorben? 6 Personen im Alter von 20-29. Wie viele sterben täglich an diversesten Krankheiten, Unfällen etc.?

    Die Stadt Essen hat inzwischen bestätigt, dass der 26jährige stark adipös war (140kg). :roll:

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • Ältere Leute , und Menschen mit Vorerkrankungen sind am häufigsten betroffen.

    Schon mal jemand auf die Idee gekommen, das Medikamente die oft bei gewissen Vorerkrankungen oder bei älteren Leuten eingesetzt werden, den Verlauf von Corona vll negativ beeinflussen könnte ?

  • Ältere Leute , und Menschen mit Vorerkrankungen sind am häufigsten betroffen.

    Schon mal jemand auf die Idee gekommen, das Medikamente die oft bei gewissen Vorerkrankungen oder bei älteren Leuten eingesetzt werden, den Verlauf von Corona vll negativ beeinflussen könnte ?

    Klar, gerade ACE-2 spezifische und immunmodulierende Medikamente sind da ein Thema und das wissen auch die Ärzte.

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • Ab dem 9.5 soll auch die Gastronomie wieder geöffnet werden. Besuche in Altenheimen auch wieder ok.

    Und das alles ist plötzlich möglich, weil wir seit 1 Woche Mundschutz tragen...

    Entweder war diese ganze Corona Sache nie wirklich schlimmer wie eine Grippe , oder in 4 Wochen eskaliert es richtig.

  • Also das mit den Altenheimen halte ich auch für völligen Blödsinn! Dann sollen die bitte die Schulen wieder komplett öffnen! Da besteht kaum ein Risiko für die Kinder! Aber die Institutionen, wo die Leute bei einer Infektion zu 20-50 Prozent tot sind, wieder zu öffnen, ist doch vollkommen unlogisch!

  • Also ich mache mir da grade ähnliche Gedanken wie PaulRaul. Wenn man sich ansieht, was gerade alles wieder hochfährt oder noch hochfahren soll, kann es ja so schlimm nicht gewesen sein, bzw. es fliegt uns in 4 Wochen wieder um die Ohren.


    Generell stellt sich für mich die Frage, wie man künftig mit solchen Situationen umgehen wird. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das das letzte Virus war, was die Welt in solch einem Ausmaß gesehen hat. Wir haben in den letzten Wochen massive Einschränkungen der Grundrechte akzeptieren müssen, die Wirtschaft wurde vor die Wand gefahren und die Zahl der Existenzen, die um ihre Zukunft bangen müssen, kann man noch nicht abschätzen.


    Momentan ist die Informationslage einfach viel zu heterogen um ein abschließendes Urteil sprechen zu können. Dennoch sollte man sich die Frage stellen dürfen, ob die Maßnahmen, die getroffen wurden nicht viel schlimmer sind als die Folgen der Krankheit selber.

  • Da man Zustände wie in Spanien und Co. verhindern wollte, empfand ich die Massnahmen für absolut richtig.


    Letztlich wird man aber nur im Nachhinein analysieren können, was gut und was schlecht lief - und wie Slash schon schrieb, man hoffentlich fürs nächste Mal noch besser vorbereitet ist.

  • Im Grunde hat sich zu vor wenigen Wochen doch gar nichts geändert. Ist ja nicht so, dass es weg oder plötzlich besser behandelbar wäre.


    Ich bin also auch überrascht wie schnell man jetzt wieder alles hochfährt. In ein paar Wochen werden wir sehen wo es hingeführt hat und ob das alles richtig war. Vielleicht macht man es gerade deshalb, weil man aus wirtschaftlicher Sicht wenig Alternativen hat?

  • Ronald Rauhe (38), Kanu-Olympiasieger: „Fußball ist nicht der Nabel der Welt. Aber er scheint in Deutschland eine andere Priorität zu haben als Schulen und Kitas, wie ich als Familienvater gerade erfahre.“


    Ich kann diese undifferenzierte Scheiße nicht mehr hören. Ein mehr oder weniger geschlossenes System von 1700 Personen (mit 10 Infizierten) in dem alle paar Tage getestet wird und wo Kontaktketten relativ einfach nachzuverfolgen sind mit Schulen und Kitas vergleichen. Respekt. Wie viele Menschen betrifft das doch gleich? 40-50 Millionen mit Eltern und Lehrern? Wie oft wird da getestet? Die Diskussion in welcher Gruppe sich wohl mehr Risikopatienten befinden spare ich mir mal.


    Ähnlich auch der Sternekoch bei Hart aber fair: auf 1700 Leute kommen 10 Infizierte. Was machen wir hier überhaupt? Los, alles wieder aufmachen, die Wirtschaft geht kaputt.

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • Ich weiß auch nicht was der Fußball jetzt mit den Kitas zu tun haben soll. Also warum soll der Fußball da irgendwas blockieren? :weissnicht:

  • Die Leute sind halt frustriert und arbeiten sich nun an dem populärsten Sinnlosesten ab, was ihnen einfällt. Die Argumentation macht zwar inhaltlich überhaupt keinen Sinn, aber was solls. Hauptsache man kann sich aufregen.


    Bei Individualsportlern, gerade in der Leichtathletik, kann ich den Frust auch gut verstehen. Aber dann sollen sie halt beklagen, dass sie keine Lobby haben und die Politiker anpöbeln. Dann trifft es zumindest die richtigen.

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • Jetzt wo klar ist, dass es weitergeht - das halte ich schon für rechtfertigbar. Es ist ja eingebettet in allgemeine Lockerungen, Testkapazitäten sind ausreichend da. Ob ich die allgemeine Lockerung für vertretbar halte, weiss ich nicht - und das meine ich so, ich kann mir da keine Meinung bilden - aber wenn man sich die ganzen Lockerungen anguckt, wäre es ja auch wieder nicht nachvollziehbar, warum Geisterspiele verboten sein sollten. Wenn Fans dumm genug sind, sich zusammenzurotten, ist das ja eher deren Verantwortung - es wird ja kein Verein so dämlich sein wie die Gadbacher und das auch noch von Vereinsseite aus fördern.

  • Da man Zustände wie in Spanien und Co. verhindern wollte, empfand ich die Massnahmen für absolut richtig.


    Letztlich wird man aber nur im Nachhinein analysieren können, was gut und was schlecht lief - und wie Slash schon schrieb, man hoffentlich fürs nächste Mal noch besser vorbereitet ist.

    Ich sehe das auch so. Es gab diese Zustände und entsprechenden Bilder. Niemand wusste, wie schlimm es werden wird, weil einfach noch so vieles über das Virus unbekannt war und ja immer noch unbekannt ist. Dass man da in erster Linie auf den Schutz der Bevölkerung gesetzt hat und die Wirtschaft hinten angestellt hat, fand ich richtig. Und ich würde es den Politikern auch nachsehen, wenn sich im Nachhinein manche Massnahmen als zu streng herausstellen - perfekte Entscheidungen kann man in so einer Situation wohl so oder so nicht erwarten, sondern nur gute Entscheidungen gegeben der Informationslage zu dem Zeitpunkt. Aber ich bin natürlich auch nicht so betroffen wie andere von den Auswirkungen der Massnahmen.

  • Zitat

    Original von cologne55


    Aber: Wie schon an anderer Stelle geschrieben halte ich es für problematisch, die Krise nutzen zu wollen, um irgendetwas zu verändern und (vermeintlich) zu verbessern! Die Gefahr ist, dass wir am Ende mehr verlieren, als wir gewinnen, zumal es ja sehr viele unterschiedliche Ideen gibt, was verändert/verbessert werden muss! Das Beste, was wir derzeit erhoffen können, ist eine Rückkehr zu dem, was vorher war! Und dann kann man, von mir aus, mit den gewonnenen Erfahrungen über Veränderungen nachdenken! Aber aus dem Druck geborene Veränderungen verheißen nichts Gutes! Die Gefahr von Schnellschüssen oder von zu spät kommenden Maßnahmen ist einfach zu groß!


    Wäre halt schade um die sich mühsam erholende Umwelt, wenn nun alles wieder genauso hochgefahren wird, wie wir es bereits kennen - und was uns mit offenen Augen in die Katastrophe führen wird.

  • Mittlerweile gründet sich durch Corona sogar schon eine Partei .

    Wiederstand 2020 , ein Sammelbecken skurriler Verschwörungstheorien, geleitet von Bodo Schiffmann , HNO Arzt aus Sinsheim.

    Was sagt ihr dazu ?

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