Der Corona-Thread

  • Wenn es hilft, dass man Distanz wahrt und in der Öffentlichkeit Masken trägt, sind das Kompromisse, mit der man die Bevölkerung sicherlich auf seine Seite bringen kann. Denn wer weiß ob in einem Jahr die Schildkrötenseuche kommt und alles wieder von vorne anfängt.

  • Man kann es als Panikmache ansehen, aber vor drei Monaten war auch noch Konsens unter den Wissenschaftlern hierzulande, dass das Ding den Sprung nach Europa nicht schaffen wird. We learn as we go along.

    Nicht falsch verstehen, ich habe kein Problem damit wenn es diese Langzeitfolgen gibt und darüber berichtet wird. Aber dann bitte mit Fakten und korrekter Einordnung. Diese Einzelfallberichte verursachen nur Angst. Was haben die Taucher gemacht, als sie infiziert waren? Wie wurden sie infiziert? Was sind das für Patienten, bei denen die Sauerstoffbehandlung eine Verschlechterung hervorruft? Das sind wichtige Faktoren, zu denen man nichts erfährt.

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • Ich empfinde den Artikel auch nicht als Panikmache, es wird ja geschrieben, dass es bei manchen Patienten zu diesen Folgen kommt und halt unklar ist, ob die sich wieder komplett erholen oder nicht.

    Aber die Wirkung des Artikels ergibt sich doch aus der Meldung, dass es sogar und überraschenderweise Taucher trifft. Die haben doch super trainierte Lungen, was droht da wohl dem Normalo oder einem Raucher. Aber dass es vielleicht genau diese Art der Lungenphysiologie eines Tauchers ist, die diese Schäden überhaupt ermöglicht, das steht dort nirgends. Haben die vielleicht trainiert als sie infiziert waren und haben sich die Viren schön tief in die Lunge gezogen? Das sind doch relevante Punkt, die man aufgreifen muss. Aber man muss halt Auflage machen. Und verkauft sich "Sogar Hochleistungssportler haben Langzeitschäden" halt besser als "Taucher sind Risikogruppe".

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • Im Artikel heisst es doch einigermassen vorsichtig, dass vieles unklar ist. Dass man immer mehr Patienten beobachtet, bei denen künstliche Beatmung Komplikationen hervorgerufen hat etc. Ich finde die Schreibweise der Artikels nicht reisserisch oder so.


    Warum sie über Taucher berichten? Ich vermute, wegen des angesprochenen Artikels in dem Fachblatt. Vielleicht sind die Reporter da auf die Fälle aufmerksam geworden.

  • Aber die Wirkung des Artikels ergibt sich doch aus der Meldung, dass es sogar und überraschenderweise Taucher trifft. Die haben doch super trainierte Lungen, was droht da wohl dem Normalo oder einem Raucher. Aber dass es vielleicht genau diese Art der Lungenphysiologie eines Tauchers ist, die diese Schäden überhaupt ermöglicht, das steht dort nirgends. Haben die vielleicht trainiert als sie infiziert waren und haben sich die Viren schön tief in die Lunge gezogen? Das sind doch relevante Punkt, die man aufgreifen muss. Aber man muss halt Auflage machen. Und verkauft sich "Sogar Hochleistungssportler haben Langzeitschäden" halt besser als "Taucher sind Risikogruppe".



    Für mich war der Punkt, dass sie Taucher sind, jetzt eher nachrangig (von der gefühlten Relevanz) - der Unterschied ist, dass man bei ihnen Untersuchungen vornimmt, die man bei Normalmenschen nicht unbedingt machen würde.


    Takeaway für mich: Unangenehme Folgen sind auch ohne schwere Erkrankung möglich. Diese sollte folglich dringend vermieden werden, nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Weiterverbreitung, auch wenn man keiner (bekannten) Risikogruppe angehört.

  • Das ist auch mein Takeaway. Nicht nur, dass schwere Fälle auch bei jungen Menschen auftreten können. Es ist auch nicht ausgemacht, dass ein leichter Verlauf langfristig harmlos ist.

  • Ich habe grade mit einem Kollegen aus Paris geschrieben. Die dürfen immer noch nicht mehr als 500 Meter von ihrem Wohnhaus entfernen. Das ist doch schon der absolute Wahnsinn.


  • Der Alexander Kekule meinte dazu, dass wenn die Lunge durch SARS-CoV-2 geschädigt ist, die rechte Hälfte vom Herz nun mal mehr pumpen muss, um Sauerstoff im Körper zu verteilen. Und wenn das Herz eben alt/schwach ist, kämen logischerweise Probleme auf. Das ist aber, wie er extra betonte, nur seine Hypothese. Was wirklich passiert, muss nun umfassend untersucht werden.

  • Was du beschreibst ist aber eine Hypertrophie des Ventrikels, das hat mit der Endothelentzündung erstmal nichts zu tun. Aber wenn das Virus das Endothel zur Replikation nutzt, dann kann das natürlich zu Problemen führen. Da dürfte es auch zu Einblutungen ins Gewebe kommen, was u.U. auch die Schädigungen anderer Organe erklärt.

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

    Einmal editiert, zuletzt von d1g1talbath ()

  • Guter Artikel.


    "

    Xi Jinping war noch nett, als er meinte, Europa sei wegen seines «Narzissmus» innert kürzester Zeit das weltweite Zentrum der Pandemie geworden. Ich würde hinzufügen: wegen seiner Arroganz, seiner Ignoranz und seines unsäglichen Besserwissertums."


    Amen.

  • Sorry, aber ich finde es gibt durchaus gute Gründe, die Schulen zu öffnen. Und hier geht es sogar nur um die Abiprüfungen! Es gibt ja eigentlich nur zwei Alternativen:
    Das ganze um ein Jahr zu verschieben, mit der Folge, dass sich die ganzen Abiturienten aus zwei Jahrgängen dann um Studienplätze und Ausbildungsstellen prügeln - nicht darstellbar!
    Oder, dass man die Durchschnittsnoten ohne Prüfung übernimmt: Unfair, weil die Notengebung an den Schulen sehr unterschiedlich ist! Deshalb wurde das Zentralabitur in NRW ja überhaupt erst eingeführt. Dann könnte man das auch lassen!
    Und dass gerade Schüler, die zu 99 Prozent nicht zur Risikogruppe gehören, auf Angst vor Corona berufen, ist doch lächerlich. Dann könnte kein Arzt, keine Krankenpflegerin mehr zur Arbeit gehen. Auch nicht Kassierer, Physiotherapeuten, Polizisten, etc. Abi machen trotz Corona, das zeugt doch von Durchsetzungsvermögen! Damit kann man punkten! Jetzt kneifen? Geht es noch?
    Und wie schon an anderer Stelle geschrieben: Wir werden alle sterben! Früher oder später! Aber dass Schüler oder sogar deren Eltern an Covid19 versterben ist, rein statistisch gesehen, eher unwahrscheinlich. Und sollten Schüler oder deren Eltern zu den Risikogruppen gehören, kann man ja im Einzelfall imer noch Lösungen finden...

  • Bin bei Dir, wenn es um die Öffnung der Schulen geht. Das Problem sind ja weniger die Schüler, als eher die Lehrer. Meine Schwester ist Lehrerin und sagte mir gestern, dass mehr als ein Drittel der Lehrer an ihrer Schule Risikogruppe ist, da entweder über 60 oder schwanger. Die Idee mit kleineren Lerngruppen ist ja jetzt auch nicht neu, muss dann aber mit bestenfalls gleicher Anzahl an Lehrern oder wahrscheinlich viel weniger Lehrern neu organisiert werden. Für die Abiturprüfungen ist das ja easy, nur wie das für die restlichen Schülern organisiert werden soll wird noch haarig werden. Meine Schwester ging gestern davon aus, dass bis zu den Sommerferien kein Unterricht mehr für die SEK1 stattfinden wird.

  • Hab schon Masken von St. Pauli, Bielefeld, Düsseldorf, HSV, TeBe gesehen.


    Wann gibt es welche vom FC ?

  • https://www.sportbuzzer.de/art…geht-der-trikotstoff-aus/



    Zitat

    Der bisherige Einstiegspreis von 19,19 Euro lässt sich zukünftig nicht mehr halten. Der Preis pro Maske wird auf 27,90 Euro angepasst.


    Da das Angebot wegen der Textilmenge endlich ist, haben sich die Grün-Weißen entschlossen, neue Mundschutze zu ordern. Nicht aus Trikots, sondern „normale“ Masken (grün-weiß und grün). Eine kostet 9,90, zwei gibt es für 17,90 Euro. Lieferfrist: bis zu fünf Wochen.

    »Das Einzige, was uns vor der Bürokratie schützt, ist ihre Ineffizienz.« (Eugene McCarthy)

  • Das Kultusministerium in Bayern verbietet per Erlass den Schulen schon jetzt für das gesamte kommende Jahr externe Experten zu buchen. Bleibt es dabei, ist das nichts anderes als die Vernichtung meiner wirtschaftlichen Existenz, in die ich unmittelbar vor Corona noch mehrere tausend Euro investiert habe.

    Ich möchte nie mehr arbeiten, sondern nur noch am Tresen stehen und saufen. (Erwin Kostedde)

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