Der Corona-Thread

  • Alles Gut.

    Ich habe Glück und arbeite in der Pharmaindustrie.

    Hab schon die Bescheinigung das ich zur Arbeit muss/darf wenn eine richtige Ausgangssperre kommt.

    Meine Frau arbeitet in der Statistik der BA also auch Krisensicher.

    Sie macht gerade Home Office mit 3 Kindern.

    Alle gesund

  • Bei mir und meiner Frau hat sich tatsächlich kaum etwas geändert, abgesehen von der sozialen Isolation, die sich schon nach kurzer Zeit negativ bemerkbar macht, wie ich finde. Wir arbeiten aber beide im Bereich Pharma / Klinische Studien, daher sind unsere Jobs relativ sicher. Ich arbeite aber schon seit über 2 Jahren von zu Hause, fahre aber häufiger an Kliniken, was jetzt aber entfällt. Das läuft jetzt alles telefonisch. Und meine Frau ist mit unserer 2 Monate alten Tochter in Elternzeit. Wir haben da wirklich Glück, das muss ich schon sagen.

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

    Einmal editiert, zuletzt von d1g1talbath ()

  • Bei mir läuft es eigentlich auch normal, ich kann meinen Job von zuhause genausogut machen wie im Büro. Die Isolation nervt ein bisschen, aber eigentlich kann ich ganz gut allein sein. Ist halt komisch, dass meine Frau in Japan ist. Fühlt sich an, als hätte sich die Welt grundsätzlich geändert, seid ich sie das letzte Mal gesehen hab.

  • Was halt komisch ist, man hat das Gefühl "Die Welt" nur noch aus den Medien zu kennen, weil der eigene Radius so klein geworden ist. Oder vielleicht sollte ich sagen, die gefühlte Welt ist so viel kleiner geworden. Es gibt nur noch die Wohnung, die eigene, kleinstmögliche Famileie, die Spazierrunde und den Supermarkt. Und dann halt die Medien, wobei es da nur um eine Sache geht.

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • Joa wobei ich jetzt auch nicht jeden Tag einen Bewegungsradius von 150 km hatte. Jetzt fällt einem der Trott halt mehr auf, weil es keine Möglichkeiten gibt, den zu durchbrechen. Wobei ich schon jeden Tag meine 10km jogge und gucke, dass ich da ein bisschen Abwechslung drin hab.


    Was stimmt ist, dass es in den Medien nur das eine Thema gibt, aber das ist auch irgendwo nachvollziehbar, auch wenn da sehr wichtige Themen unter den Tisch fallen.

  • Momentan fühlt es sich noch nicht wirklich an. Bin seit Montag also in Kurzarbeit. Arbeit gäbe es vom Tagesgeschäft losgekoppelt sicherlich genug für 2-3 Tage die Woche. Zumindest für 3-4 Wochen denke ich. Aber das ist scheinbar nicht von meinem Arbeitgeber gewollt, muss man jetzt akzeptieren. Ich mache mich schon meine Gedanken, ob es meinen Job und meine Kunden in 2 Monaten überhaupt noch geben wird. Der stationäre Einzelhandel wird gewaltig Federn lassen. Das wird für viele existenziell werden.


    Davon mal abgesehen fällt mir schon ein wenig die Decke auf den Kopf. Wir haben eine 70qm Wohnung mit drei Zimmern. Meine Freundin macht Homeoffice. Das ist so eigentlich ganz gut machbar. Nichtsdestotrotz frage ich mich, wie das in 2-3 Wochen sein wird, wenn man wirklich permanent aufeinander rumhängt. Klar kann man ja auch noch raus, spazieren gehen, joggen, einkaufen etc. Aber es wird irgendwann schwierig werden denke ich.

  • War schon länger geplant, sie macht da Feldforschung.

    Problem ist, dass sie nach Zürich zurückfliegen wollte, aber das nicht mehr geht, weil die Schweiz sie nicht mehr ins Land lassen wird. Jetzt müssen wir gucken, was wir da machen. Wahrscheinlich bleibt sie noch ein bisschen länger. Gefühlt ist sie aber auch sicherer dort als in Deutschland.

  • Ich drücke die Daumen, dass sie bald sicher zurückkommen kann.


    Was haltet ihr eigentlich von der Idee nur die Risikogruppen in Quarantäne zu stecken? Das ist ein Gedanke, den ich gestern gelesen hatte. Da die Menschen, die am Virus sterben ja im Schnitt um die 80 sind (nagelt mich nicht auf eine Quelle fest), wäre das vielleicht eine Möglichkeit die Verbreitung des Virus zu verlangsamen ohne dass die Wirtschaft hier komplett kollabiert. Macht sowas Sinn?

  • Ich drücke die Daumen, dass sie bald sicher zurückkommen kann.


    Was haltet ihr eigentlich von der Idee nur die Risikogruppen in Quarantäne zu stecken? Das ist ein Gedanke, den ich gestern gelesen hatte. Da die Menschen, die am Virus sterben ja im Schnitt um die 80 sind (nagelt mich nicht auf eine Quelle fest), wäre das vielleicht eine Möglichkeit die Verbreitung des Virus zu verlangsamen ohne dass die Wirtschaft hier komplett kollabiert. Macht sowas Sinn?

    Das Problem ist, dass das politisch nicht machbar ist. Denn es werden Menschen sterben, weil du Leute sich unkontrolliert anstecken lässt.


    Jetzt ist es so, dass man den Politikern nicht ans Bein pinkeln kann, denn sie versuchen ja, alle zu schützen. Die Infizierten sind quasi selber Schuld bzw. kannst du die Politiker dafür nicht haftbar machen.


    Wenn die aber sagen: "Geht raus, erzeugt Herdenimmunität" kommt das einer Körperverletzung gleich. Es ist daher nicht umsetzbar.


    Auch ich finde diesen Ansatz verlockend, weil dann schnell Ruhe ist. Die Frage ist: Wie klassifizierst du Risikogruppen? Was machst du mit Menschen, die sich weigern (in beide Richtungen). Und können die Kliniken die schweren Verläufe in der Nicht-Risikogruppe stemmen, die dann innerhalb kurzer Zeit kommen werden?

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • Es ist halt ein riesiges Experiment. Noch weiss man einfach nicht genug über das Virus - wie lange eine eventuelle Immunität anhält, ist unklar. Und es gibt auch in den "Nicht-Risikogruppen" noch genug schwere Verläufe.


    Früher oder später wird es allerdings zu ethischen Dilemmasituationen kommen, so oder so. Und dann muss man abwägen, ob eine Anzahl von voraussichtlich x Toten in Kauf genommen wird, weil sonst das ganze System kollabiert (was ja voraussichtlich auch katastrophale Folgen haben würde). Letztlich wurden solche Abwägungen auch vorher schon getroffen - wie viel Geld steckt man in die Rettung eines Menschenlebens, wie hoch müssen die Überlenschancen sein etc. Da kommen einige harte Entscheidungen auf uns zu. Also auf die politischen Entscheidungsträger, aber auch auf die Gesellschaft als Ganzes. Denn diese Dilemmasituationen waren den meisten vorher halt gar nicht bewusst.

  • Ich warte täglich auf eine Nachricht, ob ich die Zusage für die Soforthilfe in Bayern bekomme. Außerdem warte ich ab, was der Bund evt. für Freiberufler auf den Weg bringt. Ansonsten habe ich viel Zeit für gut Bücher, Telefonate mit Freunden und täglichen Sport.


    Ich bin wirklich gespannt, wie lange das dauern wird. Die gesundheitlichen Fragen mal außen vor wird das unsere Wirtschaft nicht lange überleben. In der Gastro z.B. rechne ich damit, daß viele Läden erst gar nicht wieder aufmachen. Und wenn eine riesige Pleite- und Arbeitslosenwelle auf uns zukommt, wird der Sozialstaat auch nicht mehr viel zu verteilen haben.

    Ich möchte nie mehr arbeiten, sondern nur noch am Tresen stehen und saufen. (Erwin Kostedde)

  • Und wenn eine riesige Pleite- und Arbeitslosenwelle auf uns zukommt, wird der Sozialstaat auch nicht mehr viel zu verteilen haben.

    Och, ich wüsste wo es was zu holen gibt...:roll:

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • Risikogruppe sind übrigens auch Raucher. Auch 25-jährige Raucher. Nur mal so nebenbei.

    "Als ich ein Kind war, betete ich jeden Abend Gott möge mir ein Fahrrad schenken. Dann verstand ich, dass Gott so nicht arbeitet, also stahl ich mir ein Fahrrad und betete für Vergebung."

    Zitat: Emo Philips

  • :megalol:

    "Als ich ein Kind war, betete ich jeden Abend Gott möge mir ein Fahrrad schenken. Dann verstand ich, dass Gott so nicht arbeitet, also stahl ich mir ein Fahrrad und betete für Vergebung."

    Zitat: Emo Philips

  • Wie geht es euch allen?



    Heute kommen voraussichtlich bei uns die Richtlinien bzgl. Kurzarbeit.

    ich muss nach wie vor arbeiten, die Monteure in der Werkstatt fahren halbe Kraft. Die haben 2 Wochen Blockpause, die eine Hälfte muss Urlaub für eine Woche nehmen während die andere arbeitet, danach wird getauscht. Der Wasserkopf macht Homeoffice !

  • Polizeibehörde kontrolliert in Fellbach und frägt wieso mehr als 3 Personen zusammen stehen

  • Ich drücke die Daumen, dass sie bald sicher zurückkommen kann.


    Was haltet ihr eigentlich von der Idee nur die Risikogruppen in Quarantäne zu stecken? Das ist ein Gedanke, den ich gestern gelesen hatte. Da die Menschen, die am Virus sterben ja im Schnitt um die 80 sind (nagelt mich nicht auf eine Quelle fest), wäre das vielleicht eine Möglichkeit die Verbreitung des Virus zu verlangsamen ohne dass die Wirtschaft hier komplett kollabiert. Macht sowas Sinn?

    Nein, das macht leider keinen Sinn. Das wäre vielleicht gegangen, wenn wir früh massiv getestet, kleine Gebiete abgeriegelt und Quarantäne verhängt hätten wie Südkorea.


    Siehe auch hier:


    https://www.theguardian.com/co…nity-coronavirus-covid-19

    Die "Diskussionsgrundlage" der Fußballbonzen in Frankfurt ist eine Beleidigung. Unser Ziel: Fußballfans legalisieren, Maleranzüge-Verbot aufheben!


  • Uns geht es gut. Bin ja seit 01.02.20 Pensionär, habe kein Problem damit, zu Hause zu bleiben.


    2x die Woche einkaufen (mit Handschuhen), sonst 5x täglich Hände waschen, TV, PC, Bücher lesen, aufräumen usw.


    Mach ja nebenbei etwas Groundhopping, wollte letztes Wochenende nach Dillingen (Saar) und einen Tag später zu Jeunesse Esch nach Luxemburg.

    Fiel alles aus, schade. Später vielleicht.