Der Corona-Thread

  • Fairerweise muss man hier aber auch sagen, dass Dividenden nichts unanständiges sind. Die Frage sollte eher lauten wie ein Unternehmen, was ausschüttbaren Gewinn erzielt, gleichzeitig auch staatliche Förderungen wie Kurzarbeitergeld beziehen kann.

  • Der soll erstmal im cum ex Skandal in Hamburg aussagen. Passenderweise plant der Parlamentarische Untersuchungsausschuss dies erst im kommenden Jahr - also nach den Wahlen...

    »Das Einzige, was uns vor der Bürokratie schützt, ist ihre Ineffizienz.« (Eugene McCarthy)

  • Fairerweise muss man hier aber auch sagen, dass Dividenden nichts unanständiges sind. Die Frage sollte eher lauten wie ein Unternehmen, was ausschüttbaren Gewinn erzielt, gleichzeitig auch staatliche Förderungen wie Kurzarbeitergeld beziehen kann.

    Das ist jetzt ein bisschen wie das Huhn und das Ei. Klar sind Dividenden per se kein Problem. Meine ETF-Dividenden kamen heute. :S


    Aber warum man dann halt nicht einfach das Gesetz ändert im Sinne von: Wer Kurzarbeit anmeldet darf für die Dauer von XY Monaten keine Dividenden ausschütten? Wo ist das fucking Problem (Rhetorische Frage)?

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • Schön ist ja auch, dass die Firmen sich teils an der Kurzarbeit gesundstoßen, der Pöbel sein Kurzarbeitergeld aber am Jahresende als Einkommen nachversteuern muss. Nur 60/67 Prozent vom Gehalt erhalten und anschliessend auch noch Steuern drauf berappen. Eine Unverschämtheit, die imo auch das Krankengeld betrifft.


    Aber seit wie vielen Jahren schreibe ich schon über den tiefen Fall, wenn mal die eigene Arbeitskraft nicht mehr benötigt wird?

  • der Pöbel sein Kurzarbeitergeld aber am Jahresende als Einkommen nachversteuern muss. Nur 60/67 Prozent vom Gehalt erhalten und anschliessend auch noch Steuern drauf berappen. Eine Unverschämtheit, die imo auch das Krankengeld betrifft.

    Das ist schlicht und ergreifend falsch! Kurzarbeitergeld ist grundsätzlich steuerfrei, es kann aber bei manchen Konstellationen am Jahresende tatsächlich auch zu Nachzahlungen, meistens aber zu Erstattungen, auf die auf das "normale Einkommen" gezahlten Steuern kommen!

    Bin jetzt kein Steuerberater, aber sicherlich werden Nachzahlungen weniger Gering- ("Pöbel") als die Gutverdiener betreffen. Ausserdem sollte doch der Progressionsvorbehalt ausgesetzt werden, ist das inzwischen entschieden?

  • Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ich, verglichen zu den letzten Jahren, etwa die Hälfte meiner jährlichen Steuerrückzahlung nur erhalten habe. Und das für etwa 3 Monate Kurzarbeitergeld, bzw 6 Wochen volles Kurzarbeitergeld und 6 Wochen teilweise Kurzarbeitergeld. Auf ein ganzes Jahr gesehen wäre das aber sicherlich eine Rückzahlung geworden.

  • :/ Watt denn jetz....


    P.S. grundsätzlich natürlich immer übel. Obwohl ich damals die Kurzarbeit absolut okay fand, für wenig weniger Geld viel mehr Freizeit. Aber da gibt es ja auch andere Fälle!


    Krass finde ich das in den Staaten, wo es weder Kündigungsschutz noch Unterstützung gibt, und dann Eigenheimbesitzer mit dem Truck zur Tafel fahren, wo sie dann kilomterlang im Stau stehen, weil sie keine 20 Dollar für Essen übrig haben! =O

  • Zum Thema Schweden folgender Artikel:


    https://fee.org/articles/swede…__twitter_impression=true


    Übersterblichkeit in Schweden 2020 lag bei 7.7% über dem Schnitt der letzten 4 Jahre. Zum Vergleich, in Spanien und Belgien lag sie bei 18,1% bzw. 16,2%, trotz hartem Lockdown und Ausgangssperren.


    Zitat

    As a result, Sweden avoided much of the collateral damage associated with lockdowns, which includes economic distress, increased suicide, depression from social isolation, drug and alcohol abuse, and other adverse public healtth consequences.

  • Im Moment haben sie dort eine Inzidenz von 300!!


    Und dein Zitat ist auch äusserst fragwürdig! Wieviel höher sind denn bei uns die Selbstmorde?

    In Schweden sind immerhin 400 Menschen auf 1 Mio. mehr an Covid19 gestorben als bei uns. Ob das die geringere Selbstmordrate wett macht ist doch sehr stark anzuzweifeln!


    Ich denke die geringere Sterberate gegenüber Belgien und Spanien liegt vor allem am wesentlich besseren Gesundheitssystem.

    In Belgien gab es den Lockdown ausserdem erst als die Zahlen im Herbst extrem hoch waren, dann sterben eben auch mehr. Und man hat sie mit Erfolg sehr weit runter gedrückt mit einem sehr konsequenten Lockdown, aber gehen inzwischen genau so wieder hoch wie bei uns.


    Aber insgesamt haben sich in Schweden 780.000 Infiziert bei nur 10 Mio. Einwohnern, als knapp jeder 13., bei uns sind es 2,75 Mio. von 82 Mio. insgesamt, also "nur" ca. jeder 30.! Das ist glaub ich sind schon eindeutige Aussagen?! Erst Recht im Zusammenhang mit der Randlage die Schweden im Gegensatz zu Deutschland oder Belgien hat. Das ist, wenn nicht mit Australien oder Neuseeland, doch schon mit Kanada vergleichbarer!


    Aber sie haben eine viel höhere Impfquote, das bekommen sie definitiv besser hin!


    Klar sind Lockdowns Holzhammermethoden, aber sie funktionieren wenn konsequent angewandt. Und nochmal, in welchem Land haben andere Massnahmen besser oder wenigstens genau so gut gezogen wie ein Lockdown? Ich kann da kein Vorzeigeobjekt sehen!


    Fakt ist, ich weiß ja auch nicht wie, aber so wie jetzt geht es jedenfalls nicht weiter!


    P.S. Sorry, das ist aktueller. Inzwischen haben sie in Schweden schon eine Inzidenz von 354!!

  • Frankreich hat auch Inzidenzwerte von über 300, trotz Ausgangssperren. Die Inzidenz ist aber erstmal egal, es geht um die Menschen, die wirklich schwer erkranken und ins Krankenhaus müssen und sterben.


    Das sieht man ja jetzt gut bei Schweden. Da gab es wenig Maßnahmen und die Inzidenzwerte werden letztes Jahr ja auch enorm hoch gewesen sein. Trotzdem lag die Übersterblichkeit bei 7,7% über dem Schnitt der letzten 4 Jahre und damit wesentlich niedriger als Länder mit hartem Lockdown.


    Und nochmal, es geht nicht nur um die Infizierten. Es geht um diejenigen, die krank werden und daran versterben. Und da liegt die Übersterblichkeit in Deutschland in der Altergruppe ab 80 plus. Das muss man dann auch in Relation sehen und überlegen ob man nicht die Risikogruppen mehr schützen muss anstatt alles mit dem Holzhammer runterzufahren.

  • Naja, das stimmt so auch nur bedingt. Gibt ja auch Menschen, die nicht behandelt werden müssen, aber diverseste Symptome haben und von diesen noch etwas länger was haben. Da muss man schon abwägen wie viele das sind, ich glaube aber, dass es dazu kaum Zahlen gibt. Auf ne vernarbte Lunge habe ich nur bedingt Bock.


    Grundsätzlich halte ich die Inzidenzzahl aber für keinen guten Faktor um Beschlüsse zu treffen. Diese Zahl ist viel zu unspezifisch.

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • "Höfliche Erinnerung daran, dass es nach wie vor keinen "Lockdown" gibt, der "verlängert" wird. Die Leute fahren täglich in ihre Fabriken und Büros - und das Virus fährt fröhlich mit." (Ralph Ruthe)


    Lockdown war nur einmal kurz im März 2020 und danach nie wieder.

  • Frag mal Einzelhändler, Restaurants oder Künstler ob es keinen Lockdown gibt. Aber Ralph Ruthe wird wahrscheinlich nicht verstehen, dass es auch Leute gibt, die nicht von zu Hause aus arbeiten können.

  • Was man als Betroffener gerne hört sind Belehrungen, ob es nun Lockdown oder Schließung heisst, von Personen, die keinerlei wirtschaftliche Einschränkungen erleben. Und noch besser finde ich, wenn solche Personen dann noch härtere Maßnahmen fordern, die sie wieder selber nicht betreffen. Ich finde sowas zynisch. Aber was weiß ich schon.


    edit: Und damit meine ich konkret Ralph Ruthe.

  • Solange man gleichzeitig fordert, dass die Regierung mal was geschissen bekommt, ist das wohl ok. Aber die Mehrheit der Deutschen hat diese unfähigen Heinis gewählt, das ist dann halt ungünstig.

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • Das Problem sind weniger die Maßnahmen selbst sondern deren Umsetzung und Kompensation. Dass es nicht schön ist ein Jahr nicht arbeiten zu können mag sein. Und wenn Firmen pleite gehen oder Gelder nicht ankommen, führt das verständlicherweise zu Unzufriedenheit. Das liegt aber meines Erachtens an der Wurstigkeit der Regierung. Ich glaube, die Leute kämen besser damit klar, wenn zumindest die wirtschaftlichen Konsequenzen nicht so krass wären und sie keine Zukunftsängste hätten.


    Womit wir wieder bei der nicht zukunftsorientierten, deutschen Wirtschaft wären. Man subventioniert sich ja schon im Normalbetrieb dumm und duselig und halt an Branchen fest die keine Zukunft haben. Da wird von Seiten der Regierung einfach nur geschlafen oder aktiv ignoriert.

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • Ich hab absolutes Verständnis für die Betroffenen der willkürlichen Schließungen, dass ihnen die "Lockdown" Rufe auf die Nerven gehen. Dazu garniert mit der von digi geschilderten, nicht vorhandenen Kompensation. Aber: Wenn man nicht endlich einen Lockdown macht, der auch wirklich einer ist, dann wird diese Willkür wohl noch bis Silvester (siehe südafrikanische Mutante, die im Saarland angekommen ist) so weitergehen. Und das kann doch auch niemandem gefallen.


    Ich bin da nach wie vor bei Ralph Ruthe.

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