Der Corona-Thread

  • Mal sind es 3500 neu infizierte, dann wieder über 10 K , je nach Meldungen und News der Regierung.

    Die Panik wird seitens der Regierung natürlich gefördert, denn der Impfstoff, muss ja auch weg.

    Das ist erstens an denselben Wochentagen jeweils sehr stabil, und zweitens würde mich jetzt aber mal brennend interessieren, was Deiner meiner nach die Regierung für ein Interesse hegt, daß der Impfstoff, der ja gar nicht vorhanden ist, "weg muss"!

  • Mein Schwager arbeitet beim Jugendamt und ist jetzt impfberechtigt. Für einen Termin musste er mitten in der Nacht anrufen und einen Termin gab's erst in drei Wochen in einem anderen Landkreis in 50km Entfernung.

  • Scheint ganz unterschiedlich zu sein. Meine Frau hat für ihre Eltern erst Ende März einen Termin bekommen.

    Für Onkel und Tante in Niedersachsen gings schnell, die sind schon geimpft, sogar im Ort. Aber sie für alle vier tagelang versucht an zu rufen.

  • Die Oma meiner Freundin ist 90 und hat einen Termin Anfang April bekommen (in NRW).


    Wir haben doch einige Politikwissenschaftler hier im Forum. Wie sehr ihr das eigentlich, dass das Parlament bei uns komplett aus allen Entscheidungen rausgehalten wird und die Maßnahmen in der Bund-Länderkonferenz getroffen werden?

  • Wie sehr ihr das eigentlich, dass das Parlament bei uns komplett aus allen Entscheidungen rausgehalten wird und die Maßnahmen in der Bund-Länderkonferenz getroffen werden?

    In einer pandemischen Lage finde ich das schon in Ordnung. Zumal man ja dennoch gegen klagen kann.

  • Aber findest Du nicht, dass nach einem Jahr langsam auch das Parlament mit ins Boot geholt werden sollte? Wir nehmen seit einem Jahr massive Grundrechtsbeschneidungen in Kauf und hangeln uns jetzt seit Monaten von einer Bund-Länderkonferenz zur nächsten.

  • Es würde zumindest ein wenig mehr Transparenz in die Prozedur bringen. So sitzen die jetzt den ganzen Tag zusammen, debattieren und am Ende sitzen drei Leute auf einer Pressekonferenz und erklären die neuen Maßnahmen.

  • Ich halte ein bundesweit möglichst einheitliches Vorgehen schon für sinnvoll. Die meisten Maßnahmen sind nun mal Ländersache. Dass in den Ländern dann wiederum Maßnahmen mit stark beschränkender Wirkung überwiegend per Verordnung herbeigeführt und häufig verlängert werden, kann man schon kritisch sehen.


    Insgesamt halte ich den Prozess aber schon für recht transparent. Es sind eher die Ergebnisse, die mich teilweise einigermaßen fassungslos machen. Ich kann nicht nachvollziehen, dass Komplettversager wie Scheuer (anderes Thema) und Spahn einfach weitermachen dürfen. Und ja, das Fehlen einer übergreifenden Strategie wurde ja schon mehrfach angemerkt. Wenn ein mitunter recht psycho wirkender Palmer in Tübingen wirklich gute Ergebnisse mit Maßnahmen wie Schnelltests, separaten Einkaufszeiten für Senioren etc. hinbekommt, wieso dann nicht auch anderswo? Und was ist eigentlich das Ziel aktuell? Mit welcher Logik starren wir auf Inzidenzen statt auf Hospitalisierung? Und wieso wurde nicht die komplette Staatsmaschine angeworfen, um möglichst schnell die Bevölkerung durchzuimpfen?


    Insofern, viele Fragen, wenige zufriedenstellende Antworten, auch nicht von der Opposition.

  • Ich halte diese dauerhafte Umgehung der Parlamente für untragbar. Wir haben schließlich keine Situation, wo russische Panzer an der Grenze stehen und innerhalb allerkürzester Zeit entschieden werden müßte.


    Was Spahn angeht. Ich mag ihn nicht und halte ihn auch nicht für fähig. Das Thema Impfen hat Merkel aber schon vor geraumer Zeit als Chefsache an sich gezogen. Insofern ist sie auch diejenige, die jetzt für das Scheitern verantwortlich ist.

    Ich möchte nie mehr arbeiten, sondern nur noch am Tresen stehen und saufen. (Erwin Kostedde)

  • Es würde zumindest ein wenig mehr Transparenz in die Prozedur bringen. So sitzen die jetzt den ganzen Tag zusammen, debattieren und am Ende sitzen drei Leute auf einer Pressekonferenz und erklären die neuen Maßnahmen.

    Das Transparenz und Informationspolitik stark ausbaufähig waren und auch noch sind, da bin ich 100% bei Dir. Wäre das besser gelaufen, wäre wohl auch das Verständnis für einzelne Maßnahmen deutlich größer ausgefallen.

    Aber wenn man das im Parlament auch noch besprochen hätte, was hätte sich dann geändert? Lindner hätte erzählt, dass es tragfähige Konzepte für die Wirtschaft gegeben hätte. Gauland irgendwas von Fliegenschissen fabuliert und Riexinger erklärt, dass man mehr Hilfen für Sozialschwache zur Verfügung stellen müsste: Alls sowas, was man täglich auch in der Bild lesen kann.


    Mit keinerlei Relevanz, weil die Maßnahmen nicht auf Bundesebene beschlossen werden. (Dass Zentralismus auch mehr Vorteile haben könnte als ich dachte, ist eine Lehre, die ich in der Krise gezogen habe)

  • Ich habe heute gelesen, dass aktuell 90 % der Patienten mit schwerem Verlauf - Intensivstation, Beatmung und Co- einen Migrationshintergrund haben.

    Der Chef vom RKI erwähnte die Tage ähnliches.

    Und ganz ehrlich, diese Zahlen wundern mich überhaupt nicht.

  • Ich habe heute gelesen, dass aktuell 90 % der Patienten mit schwerem Verlauf - Intensivstation, Beatmung und Co- einen Migrationshintergrund haben.

    Der Chef vom RKI erwähnte die Tage ähnliches.

    Und ganz ehrlich, diese Zahlen wundern mich überhaupt nicht.

    Mich verwundern solche Zahlen ebenfalls nicht. Zusammengepfercht mit mehreren Leuten in Billigwohnungen und zudem weitestgehend schutzlos in Ausbeutungsverhältnissen schuftend, können sie sich halt keine deutschen Vorbildwohnungen leisten - und demnach ist dann halt auch das Ansteckungs- und Erkrankungsrisiko deutlich höher.


    Man kann da jetzt natürlich das Problem ignorieren, indem man rassistische Hetze betreibt - oder die Ursachen bekämpfen. Und ich weiss jetzt schon, in welche Richtung es mal wieder in Deutschland gehen wird.

  • Joa Rume, da bin ich nicht ganz bei Dir. Du kannst ja mal in deutschen Großstädten beim ersten Sonnenstrahl gucken wer sich da am Flußufer oder in Parks zum Picknick trifft. Das wird mittlerweile ja durch wilde Verfolgungsjagden und Hubschraubereinsätze verhindert, aber es gibt gewisse Teile von Bevölkerungsgruppen, die schon ziemlich auf diese Regeln scheißen. Und wenn das nicht mehr öffentlich draußen geht, dann wird sich eben drinnen getroffen. Und bevor das hier einen falschen Tenor bekommt. Ich meine selbstverständlich nicht alle Menschen mit Migrationshintergrund und es gibt genauso Menschen ohne Migrationshintergrund, denen alles egal ist

  • Wie oft waren wohl riesige Beerdigungen mit teils ü1000 Teilnehmern vll Hotspots ?


    Ich finde es wichtig, dass solche Zahlen genannt werden, denn irgendwann raus kommen sie ja eh.

    Ein offener Umgang damit, hätte dem allgemeinen Hass weniger Chancen gegeben, dieses Thema nun auszuschlachten, was jetzt natürlich passieren wird.

    Nach dem Motto : wenn doch fast ausschließlich Menschen mit Migrationshintergrund intensiv behandelt werden müssen, und diese oftmals selbst Schuld sind, warum dann noch impfen lassen ? , und diese Frage werden sich nicht ausschließlich AFD Wähler stellen ...

  • "Eine RKI-Sprecherin teilte dem Deutschlandfunk mit, die Bild-Zeitung habe einige Zitate von Wieler seiner Erinnerung zufolge nicht richtig widergegeben. Laut Bild soll der RKI-Chef etwa gesagt haben, auf den Intensivstationen würden 50 Prozent der Covid-Patienten einen Migrationshintergrund haben. Das RKI teilte mit, dieses Zitat sei aus dem Zusammenhang gerissen. Die Zahlen bezögen sich auf Berichte von Ärzten dreier Intensivstationen in drei Großstädten. Somit spiegelten sie nicht die Situation in ganz Deutschland wider. Konkrete Zahlen dazu erheben weder das RKI noch die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI)."


    Wer es ganz lesen willhttps://www.deutschlandfunk.de….html?drn:news_id=1233855

    Ja , prekäre Wohnverhältnisse und auch ein anderes Verständnis von Familienverbünden fördern sicherlich nicht nur die Infektionen, sondern auch höhere Belegungszahlen von Krankenhausbetten, weil die Älteren ja oft noch bei der Familien wohnen.
    Letzteres hat ja auch im letzten Frühjahr zu den hohen Zahlen in Italien geführt

  • Aus einem Ministeramt oder was meinst Du? Ansonsten tritt doch gefühlt alle paar Wochen irgendwer zurück, wenngleich eher mal auf Länder- oder Kommunalebene und in Parteifunktion.

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • Die Tagesschau schreibt von 7 Fällen bei 1,65 Millionen verabreichten Impfungen. Das sind 0,00042%. Da gibt es doch wesentlich geläufigere Medikamente mit höherem Risiko von Nebenwirkungen, oder?

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