FC Trainer Markus Anfang

  • Da sehe ich aber eigentlich nur Terodde. Modeste ist ein ganz anderer Stürmer Typ als Terodde.

  • Bitte endlich fott mit dem so lange wir Anschluss an die Spitze haben. Das ist ja grausam.

  • Mal ehrlich - wenn wir uns mit 27 Punkten nach 14 Spielen und 35 geschossenen Toren vom Trainer trennen, weil wir nicht schön genug spielen, dann machen wir uns doch komplett lächerlich.


    Ich seh die Probleme ja auch. Das war heute relativ scheisse bis zum 1:0. Und das Tor ist nicht wegen der tollen Spielanlage gefallen, sondern eher wegen der individuellen Klasse der Spieler. Aber wir liegen voll auf Kurs. Und Anfang findet doch relativ regelmässig die richtigen Mittel, wenn die erste Halbzeit scheisse war. Warum sollte man ihn entlassen?


    Jetzt kommt mir nicht mit: Weil wir sonst nächste Saison untergehen. Das wird ein ganz anderes Biest. Ja, ich finde es auch albern, dass wir kaum zu Null spielen in dieser Scheissliga. Das heisst aber nicht, dass wir nächste Saison reihenweise abgeschossen werden, wenn wir uns eher hinten reinstellen können. Solange wir auf Kurs sind, sollte man Anfang schon auch die Chance geben, weiter mit dem Team zu arbeiten.

  • Ich rede noch gar nicht von der nächsten Saison. Wir müssen es erstmal schaffen diese Saison unbeschadet zu überstehen. Dass man in der zweiten Liga nicht glänzen kann ist mir auch klar. Aber ich erwarte, dass der Trainer ein nachvollziehbares Konzept hat. Die Abwehr ist ein Trümmerhaufen und spielerisch ist die Saison eine absolute Katastrophe. Wir liegen einzig und allein aufgrund der höheren individuellen Klasse noch vorne. Jeder halbwegs clevere Trainer stellt unsere Abwehrspiel im Spielaufbau zu und schon ist unser Spielaufbau auf Kreisliganiveau. Es ist relativ simpel uns dumm da stehen zu lassen. Bisher sind die Gegner einfach nur unfähig daraus was zu holen. Was Anfang da macht würde auch der Platzwart schaffen.

  • Ich hab das Spiel nicht gesehen, aber was man an Spielberichten liest, deckt sich das doch deutlich mit dem was wir schon häufig gesehen haben. Ich persönlich sehe das Ziel Aufstieg nach wie vor als gefährdet an, wenn man sich irgendwann nicht mehr auf die Indivduelle Klasse verlassen kann. Verstehe auch nicht wieso man nach dem Dresden Spiel so agiert und so hilflos teilweise daher kommt. Das geht auf den Trainer und ich glaube auch nicht das wir mit dem nachhaltigen Erfolg haben werden.

  • Sind wir eigentlich jemals mit schönem Fussball und einer erkennbaren offensiven Spielidee aufgestiegen? Unter Lienen vielleicht. Aber unter Stevens, Funkel, Daum und Stöger war das doch auch offensiv ziemlich viel Gewürge, oder habe ich da was falsch in Erinnerung?

  • Na ja, was heißt Gewürge, da standen wir vorwiegend in der Defensive gut, der Spielaufbau war zumindest unter Funkel ein Problem, bei Stevens und Stöger halt kein Hurrah-Fussball. Und das war etwas, was einen auf ein Besthehen in Liga 1 hoffen ließ. Das ist der große Unterschied zu dieser Saison

  • Es ging nie um schönen Fußball. Es geht darum eine erkennbare Spielidee zu haben und nicht alles komplett dem Zufall oder dem Können der Spieler zu überlassen.

    Haben Sie fußballerische Vorbilder?


    Eigentlich nicht, nein.


    - Jonas Hector

    Einmal editiert, zuletzt von slash () aus folgendem Grund: "dem" statt "den"

  • Es ging nie um schönen Fußball. Es geht darum eine erkennbare Spielidee zu haben und nicht alles komplett den Zufall oder den Können der Spieler zu überlassen.

    Besser kann man es nicht sagen.


    Unter Stöger habe ich das als recht souverän in Erinnerung. Nicht immer schön, aber (fast) immer nachvollziehbar, auch was das Personal angeht. Ich rede hier nur von der Zeit in Liga 2.

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • Unter Stöger war es sicherlich nicht sehr schön anzusehen. Aber wir standen immer stabil und man musste nie Angst davor haben in Rückstand zu geraten.


    Unter Anfang ist das ein totaler Hühnerhaufen. Man hat das Gefühl, dass kein Spieler weiß, was er eigentlich machen soll. Der erste Ball wird vom Torwart immer kurz auf den Innenverteidiger gespielt. Das hat mittlerweile auch der letzte gegnerische Trainer verstanden und schickt seine Spieler im Pressing auf die Innenverteidiger. Wenn dann auch Höger im Mittelfeld zugestellt ist, stehen unsere Spieler völlig ratlos da. Dann gibts entweder den Ball zurück zum Torwart oder, wie gegen Darmstadt, der Ball wird planlos nach vorne gepöhlt und landet dann wieder beim Gegner. Und das ist ein Ablauf, den man sowohl gegen Darmstadt, als auch schon vorher gegen Duisburg, Hamburg und Heidenheim beobachten konnte. Und das meine ich mit fehlender Spielidee. Der Spielzug zum 1:0 gegen Duisburg mag so einstudiert worden sein, aber es hat fast eine Stunde gedauert bis das mal geklappt hat. Denn vorher gab es nur planloses Ballgeschiebe und Rumgebolze. Wir konnten froh sein, dass unser Gegner so dermaßen limitiert war, dass wir uns nicht schon 2-3 Gegentore gefangen haben. Denn defensiv spielen wir immer noch totales Harakiri.

  • Ich bin jetzt kein Anfang-Fanboy, aber nur um mal ein bisschen eine andere Perspektive reinzubringen. Wir können dem Gegner schlecht verbieten, uns sehr hoch anzulaufen und Pressing zu betreiben. Lange Bälle sehen dann in der Tat aus wie rumpölen, aber das ist jetzt als taktisches Mittel gegen solches Pressing auch nicht unbedingt unüblich.

    Wir haben aktuell übrigens 15 (!) Tore mehr geschossen als wir zu diesem Zeitpunkt bei der letzten Aufstiegssaison geschossen haben. Liegt das nur am Glück? Oder weil wir diese Saison so viel stärkere Spieler haben als bei unserem letzten Aufstieg? Damals waren Ujah und Helmes z.B. im Sturm, das waren damals ja auch keine Vollgraupen.

    Klar sieht es souveräner aus, wenn man erst einmal defensiv sicher steht. Aber das wurde dann Stöger doch auch zum Vorwurf gemacht. Wenn bei uns das Hauptaugenmerk auf der Defensive läge, dann würde ich auch annehmen, dass wir sicherer stehen - mit 7 Spielern das Spiel des Gegners zerstören ist ja nicht sooo schwer.

    Übrigens sorgt das Pressing der Gegner eben auch dafür, dass die irgendwann müde werden und wir dann hinten raus besser ins Spiel kommen.

    Wie gesagt, ich bin kein Anfang-Fan, aber man sollte sich da jetzt auch nicht in irgendwas reinsteigern. Mir war Stöger auch sympathischer. Aber Anfang kann halt nix dafür, dass er nicht Stöger ist.

  • Es geht doch darum, flexibel zu sein. Anfang sagt doch immer, seine Mannschaft könne auf alles reagieren, da man ihnen einen ganzen Blumenstrauß an Lösungen an die Hand gibt. Hab nicht alle Spiele gesehen, aber in keinem der Spiele hatte ich das Gefühl man könnte auch nur ansatzweise flexibel reagieren.

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • Andererseits waren die zweiten Halbzeiten öfters auch besser als die Erste.

  • Andererseits waren die zweiten Halbzeiten öfters auch besser als die Erste.


    Das war auch unter Stöger schon so.

    Ich habe um beim Stöger Vergleich zu bleiben immer das Gefühl gehabt, die Mannschaft wusste, was sie zu tun hatte und war flexibel genug auf den Gegner zu reagieren. Umstellunge während des Spiels waren ja keine Seltenheit und finde ich auch wichtig reagieren zu können.

    Anfang sagte direkt zu Beginn hat, das er dem Gegner unser Spiel aufzwingen will und DAS habe ich noch in keinem Spiel wirklich gesehen, weil ich auch KEIN System erkennen kann. Ich habe im Spiel schon jedes Mal Panik, wenn der Ball in unseren Strafraum kommt, weil ich null Vertrauen in die Mannschaft habe und genauso spielt sie.


    Ohne Selbstbewusstsein, ohne erkennbaren Plan, leicht auszurechnen, relativ Konteranfällig, unsicher und immer Schema F.

    Da ist kein Druck der im Spiel aufgebaut wird, sondern man schaut mal was so geht und vorne wirds ein Terrode schon richten.


    Da muss sich meist in den ersten 20 min ein Hector oder Höger eine Gelbe abbholen, weil die nicht die Löcher gestopft kriegen, weil die Abstände zu groß sind. Bis jetzt waren viele Mannschaften zu doof daraus Kapital zu schlagen, aber ewig geht das nicht gut.

  • Bei Stöger war auch der Vorteil , das er als Trainer sehr sympathisch war - da verzeiht man manch Grottenspiel schneller , als wie bei so nen hässlichen und unsympathischen Anfang.

  • Bei Stöger war auch der Vorteil , das er als Trainer sehr sympathisch war - da verzeiht man manch Grottenspiel schneller , als wie bei so nen hässlichen und unsympathischen Anfang.

    Also, Anfang als hässlich beschreiben und dafür mit Stöger um die Ecke kommen? Ich weiß ja nicht. Aber das soll hier nicht das Thema sein.


    Interessiert mich alles nicht. Ein Trainer muss kompetent sein und nachvollziehbare Entscheidungen treffen. Sehe ich bei Anfang nicht. Punkt.

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • https://geissblog.koeln/2018/1…mmer-ein-trainer-bleiben/


    Zitat

    Der Hinweis Vehs nach dem Spiel in Darmstadt, er als Trainer hätte sich über Anthony Modeste gefreut und damit auch keinen weiteren Wunsch mehr zu Weihnachten, klang zudem wie ein Hinweis, dass der 1. FC Köln keine weiteren Transfers mehr im Winter tätigen werde, auch nicht, um doch noch den Linksaußen zu holen, den sich Anfang für sein 4-1-4-1 gewünscht hätte. Das System, mit dem Anfang beim FC angetreten war, ist damit praktisch ad acta gelegt. In Ausnahmefällen bleibt es freilich immer noch eine Option, doch in der Regel wird der FC künftig anders aussehen. Und zwar eher so, wie sich der Trainer Armin Veh das vorgestellt hätte. Der Trainer Veh, der natürlich kein Trainer mehr ist, nicht mehr sein will, und doch in seinem Denken immer einer bleiben wird. Anfang wird sich dem fügen müssen.


    Diesen bizarren Austausch in der Öffentlichkeit, ob man jetzt noch Verstärkungen braucht oder nicht, hat Veh ja recht deutlich beendet. Ich gebe Anfang nicht mehr lange, dann sitzt Veh wieder (interimsweise?) auf der Bank.

  • Ich finde es albern, wie viel da in die Aussage von Veh reininterpretiert wird. "Ich hätte zu meiner Frau gesagt, ich brauche nichts mehr zu Weihnachten" - wie kann man da denn Aussagen über die Kaderplanung ableiten? Ist Vehs Frau in die Kaderplanung involviert? Das war doch offensichtlich ein Witz, der ausdrücken soll, was Modeste für ein besonderer Transfer für einen Zweitligisten ist. Veh hat ja nicht gesagt: "Wenn ich als Trainer Modeste bekommen hätte, hätte ich zu meinem Sportdirektor gesagt: Bitte verpflichte keine weiteren Spieler".

  • Veh ist aber auch lange genug im Geschäft um zu wissen, dass Ironie in der Presse meist nicht gut rüber kommt.


    Und ganz davon abgesehen haben wir jetzt einen Trainer der öffentlich sagt, dass wir Verstärkungen brauchen und einen Sportdirektor der sagt, dass wir keine Verstärkungen brauchen.


    Das ist, gelinde gesagt, unglücklich.

  • Wenn aber andererseits stets verkündet wird, dass man noch nen Linksaussen sucht, dann treibt das nur unnötig den Preis ;)

  • Deswegen haben wir ja die letzten 3 Jahre unheimlich viel Geld auf dieser Position gespart.