• Nach dem WM-Debakel und der Pleite in dieser obskuren "Nations League" zieht man endlich personelle Konsequenzen. Ich nehme das zur Kenntnis.


    Zwischen der WM 2006 und dem Halbfinale 2014 hatte die DFB-Auswahl (vulgo: "Deutsche Nationalmannschaft") den qualitativen Höhepunkt erreicht.

    Das Finale 2014 war, wie übrigens auch das Finale 1990, nur noch Einforderung und Vollstreckung des verdienten Titels.


    Nach dem legendären 7:1 gegen Brasilien in Brasilien war keine Steigerung mehr möglich und mein Interesse am weiteren Geschehen sank rapide.


    Beigetragen dazu hat, dass ein Privatsender namens RTL die Übertragung der Qualifikationsspiele zugeteilt bekam. Die Zeiten, in denen ich mich zu fest gesetzten Zeiten vor ein TV-Gerät setzte, sind lange vorbei. FC-Spiele gucke ich als Re-Live auf FC-TV (möglichst, ohne vorher das Ergebnis zu kennen). TV-Sendungen, die mich interessieren, sauge ich mir über ein Programm aus den Mediatheken der ÖR.


    Beim Confed Cup 2017 wurde ich noch mal aufmerksam aufgrund der vielen neuen Spielernamen. EM 2016 und WM 2018 habe ich nur so nebenbei verfolgt.


    Die über den Kontinent verschmierte EM 2020 und die WM 2022 in Qatar wecken keinerlei Vorfreude.


    Schätze, ich bin da nicht alleine, oder?

  • Durch die Nominierung von Hector habe ich mir relativ viele DFB Spiele angeschaut. Wird künftig - wenn überhaupt - nur noch bei Turnieren der Fall sein. Gilt aber grundsätzlich für den Fußball. Inter gegen Frankfurt war gestern mal ne Ausnahme. Bin aber während des Spiels dann doch auf der Couch eingeschlafen.

    »Das Einzige, was uns vor der Bürokratie schützt, ist ihre Ineffizienz.« (Eugene McCarthy)

  • Im Moment erinnert mich die Nationalmannschaft an die Zeiten von Ribbeck - ziemlich trostlos. Und keine Kölner im Kader. Dementsprechend gering ist mein Interesse - habe mir heute nicht das Testspiel angesehen und habe auch Sonntag besseres zu tun. Das war mal anders!

  • Früher war halt alles besser. :wink:


    Aber in dem Fall trifft das einfach zu. Die N11 ist zu einem Marketingprodukt verkommen. Die Spieler repräsentieren eben auch diesen modernen Fussball. Leider spielen sie aber inzwischen nicht mehr so. Und maximal sind sie belanglos, schlimmstenfalls sind da so Typen wie Werner. Ja, Asis gab's genug (Ballack etc) genug, aber es gab auch immer ein Gegengewicht. Stichwort: Identifikation. Selbst Spiele gegen Holland oder England verursachen bei mir kaum Spannung. Da laufen ja die belanglosen Gegenstücke über den Platz. Um noch einen weiteren Punkt anzuführen, ist so eine Übertragung bei RTL natürlich auch ziemlich eklig.

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • Ist das vielleicht auch eine Alters- oder Generationenfrage? Keine Ahnung. Aber ich find die Typen, die da jetzt auflaufen, auch grösstenteils scheisse. Werner ist da natürlich besonders schlimm, aber die anderen sind ja nicht besser. Auf eine Haufen Leipziger kann ich jedenfalls verzichten. ich will RB nicht indirekt durch die Nationalmannschaft gerechtfertigt sehen.

  • :ok:

    "Wenn Mutlosigkeit ein Wappentier bräuchte, ich würde die Sozialdemokröten vorschlagen, die laut quaken, dann nicht springen und hinterher erklären, wie viel man durch den Verzicht auf den Sprung gewonnen habe."
    Sascha Lobo