Beiträge von d1g1talbath

    Ich eröffne mit einem Zitat vom Blogger Ulrich Hetsch ("Gravesen"):


    "Fußball sollte Freude bereiten, einen von den Alltagssorgen ablenken. Der Verein sollte ein Hobby und keine Belastung sein. Man sollte sich auf das nächste Wochenende freuen und es nicht fürchten."


    In diesem Sinne: auf in die neue Saison.


    So möge sich der weise Herr den Niedergang zahlreicher Traditionsvereine (Lautern, 60, Club, FC, HSV...beliebig erweiterbar) in den letzten 20 Jahren ansehen und sich in die Fans hineinversetzen.

    Da wir keine weltweite Planwirtschaft haben und nicht einfach Gehälter einzelner Berufsgruppen festlegen können, kannst du dich mit dieser Argumentation eigentlich nur noch vom Profifußball abwenden und nur noch Amateurspiele schauen. Wenn ein Verein die von dir geforderte Deckelung einführen würde, würde er ohnehin bald in die Amateurligen absteigen.


    Diese Forderung passt für mich auch nicht zu der Unzufriedenheit mit den Leistungen der Mannschaft. Wie du richtig schreibst: Wir haben freie Berufswahl. Selbst Spieler, die du hier massiv kritisierst, werden Vereine finden, die deutlich mehr zahlen als die von dir genannte Obergrenze.


    Übrigens, welche Musik hörst du? Ist da kein Millionär bei den Musikern dabei, alles Normalverdiener?

    Dann wirds vielleicht mal Zeit, dass Maximalgehälter festgelegt werden? Verstehe nicht, wo das Problem ist. Kann man doch machen. Sind alles von Menschen festgelegte Prinzipien. Genau wie der Mindestlohn. Aber den könnte man dann als Ausgleich auch erhöhen.


    Dass es nichts bringt, wenn ein Verein das macht, ist wohl klar. Aber vielleicht wäre es an der Zeit mal zwischen systemrelevanten und nicht systemrelevanten Berufen zu unterscheiden. Und auch die Bezahlung entsprechend zu steuern. Mir erschließt sich jedenfalls nicht, warum ein Fussballer Millionenbeträge verdienen kann/muss. Ja, mir ist schon klar, dass der Markt das regelt. War schon immer so und hat auch so zu bleiben. Bis der Laden komplett auseinanderfliegt.


    Nee, ich glaube, weder die Deftones noch Thrice oder die Architects dürften Millionäre sein. Und selbst wenn schon, die betteln wenigstens nicht ihre Fans an. Darum geht es doch hier.

    Ansonsten sind auf den Konzerten, die ich mir ansehe, meist um die 500 Leute. Und diese Bands kämpfen glaube ich eher ums Überleben. Komischerweise hat aber auch von denen noch niemand die Fans um Geld angebettelt. Stattdessen sind die kreativ und setzen z.b. Streams von Acoustickonzerten auf.

    Ist halt klassische Spieltheorie. Keiner will der erste sein, der sich dahin bewegt, aus Angst vor dem Wettbewerbsnachteil.

    Jepp, da holt man sich z.b. lieber ne Bürgschaft beim Land NRW ab. Wer würde diese Zeche wohl zahlen?


    Und zudem verlangt man Begründungen für Erstattungen von nicht nutzbaren Tickets. Das ist schon ein tolles System.

    Die Situation im Sturm ist sehr schwierig. Modeste wird man nicht los, Terodde eher auch nicht. Und ein gleichwertiger Ersatz für Cordoba kostet soviel, dass es keinen Sinn macht ihn zu verkaufen.

    Es ist ein Vergleich: Da haben die Steuerzahler Banken gerettet, ohne das gefragt wurde, ob sie das möchten. Und kurze Zeit später lief alles wie vorher. Der Deutsche beschwert sich, dass der Steuerzahler für den ganzen Bumms aufkommen muss. Aber ändern will er offensichtlich auch nichts.


    Beim FC ist die Argumentation ähnlich schief, mit dem Unterschied, dass man hier als Fan die "Macht" hat, sich dem Finanzieren zu widersetzen.


    Wie hoch sind die Kaderkosten? 50 Mios? Dann nehmen wir 80% davon, also 40 Mios. Das halte ich, ungeachtet dessen ob das branchenüblich ist, für nen ziemlichen Haufen Kohle. Und nun kann der FC den nicht mehr bereitstellen. Da werden jetzt Fans angebettelt, damit man so weitermachen kann wie vorher. Aber anstatt mal zu hinterfragen, ob das System so weiterlaufen, muss/kann/sollte, und den ganzen Laden mal stärker zu deckeln, macht man halt einfach weiter. Wie in der Politik.


    Es interessiert mich nicht, ob Fussballer nur 15 Jahre Geld verdienen. Die Gehälter sind einfach absurd. Ich wage mal zu behaupten, dass man auch mit einem Jahresgehalt von 250.000 ganz gut über die Runden käme. Und wenn es ihnen nicht passt, müssen sie halt was anderes machen. Es herrscht freie Berufswahl.


    (Im übrigen finanziere ich die Gehälter inzwischen nicht mehr mit, da ich seit 2017 kein Mitglied mehr bin, kein Spiel besucht habe und auch kein Sky/Stream Abo mehr habe. Einzige Ausnahme war ein Trikot für meine Neugeborene, worüber ich mich jetzt schon wieder ärgere.)

    Warum? Da werden in Krisenzeiten Fans angebettelt um Millionäre zu finanzieren. Muss man das gut finden?


    Aber vermutlich wird es auch hier wieder genug Leute geben, die das machen. So wie Leute weiterhin die Regierungsparteien wählen, die erst mit Steuergeldern Banken retten und dann lustig zusehen, wie sich die Manager die Taschen vollmachen.

    Ich halte erstmal meine Klappe und schaue mir an was die fabrizieren. Das schöne ist doch, dass es klar kommuniziert ist und es praktisch keine Ausreden gibt. Wenn sie es Verkacken sind sie es selbst Schuld und haben falsch analysiert. Dann sollte aber auch Schluß sein mit dem Kuschelkurs.