Finanzen

  • https://fc.de/fc-info/news/det…21-die-wichtigsten-infos/


    Zitat


    Die Corona-Pandemie hat den 1. FC Köln in der Saison 2019/20 trotz Reduzierung von Ausgaben, Kurzarbeit sowie Gehaltsverzicht von Profis, Vorstand, Geschäftsführung und Abteilungsleitern einen zweistelligen Millionenbetrag gekostet.


    Das tut mir wirklich außergewöhnlich leid. Hätte sich die Mannschaft erbarmt wenigstens am letzten Spieltag mal ihrem Beruf nachzugehen, hätte man einen hohen einstelligen Millionenbetrag einnehmen können. Aber ich bin natürlich gerne bereit auf Geld zu verzichten, damit genau diese Mannschaft weiterhin voll bezahlt werden kann! ^^


    Sorry, aber es kann nicht nur so gehen, dass der Zuschauer auf Geld verzichtet. Da müssen alle beteiligten Akteure deutliche Abstriche machen. Ich habe in der Rückrunde auf 5 von 17 Spielen verzichtet und voll bezahlt. Das sind 29% der Spiele und damit auch 29% meines Jahresbeitrags für die Dauerkarte gewesen. Da hätte ich erwartet, dass die Spielergehälter dementsprechend angepasst werden.

    Aber so kann es einfach nicht weitergehen. Ich weiß, dass es rechtlich nicht drin ist, einfach Gehälter anzupassen. Aber wenn wir ehrlich sind, werden wir in der kommenden Saison kein einziges Spiel vor voller Kulisse sehen und ich weiß momentan auch nicht wie das in mittelnaher Zukunft aussehen soll. Aber wir können nicht so weitermachen als würden die neuen Umstände nur für die Fans und nicht für die Spielergehälter gelten.

  • So lange Menschen beim FC fröhlich 6-7stellige Summen verdienen, liest sich das alles wie Satire.

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • Warum? Da werden in Krisenzeiten Fans angebettelt um Millionäre zu finanzieren. Muss man das gut finden?


    Aber vermutlich wird es auch hier wieder genug Leute geben, die das machen. So wie Leute weiterhin die Regierungsparteien wählen, die erst mit Steuergeldern Banken retten und dann lustig zusehen, wie sich die Manager die Taschen vollmachen.

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • Ich finde die Herangehensweise halt extrem fragwürdig. Da werden die Fans angebettelt auf Geld zu verzichten um den Betrieb am laufen zu halten. Gleichzeitig gibt es aber keine Signale, dass da irgendwer aus der Mannschaft signifikant auf Geld verzichtet um seinen Teil dazu zu tun. Und das kann meiner Meinung nach einfach nicht sein.

    Du kannst ja auch nicht als Künstler jetzt auf Tour gehen und große Hallen buchen und die Fans, die nicht rein können bitten Tickets zum vollen Preis zu kaufen, da Du jetzt nur noch 200 statt 5000 Eintrittskarten verkaufen kannst.

  • @ Bart Was war denn früher mit Oppa?


    War der tatsächlich so extrem wie es heute manchmal ist?


    d1g1talbath


    Was jetzt Banken und Wahlentscheidungen damit zu tun haben, erschliesst sich mir nicht so ganz.


    Und nebenbei hast du ja zu den Gehältern in der Vergangenheit ja auch immer deinen Teil beigetragen

  • Es ist ein Vergleich: Da haben die Steuerzahler Banken gerettet, ohne das gefragt wurde, ob sie das möchten. Und kurze Zeit später lief alles wie vorher. Der Deutsche beschwert sich, dass der Steuerzahler für den ganzen Bumms aufkommen muss. Aber ändern will er offensichtlich auch nichts.


    Beim FC ist die Argumentation ähnlich schief, mit dem Unterschied, dass man hier als Fan die "Macht" hat, sich dem Finanzieren zu widersetzen.


    Wie hoch sind die Kaderkosten? 50 Mios? Dann nehmen wir 80% davon, also 40 Mios. Das halte ich, ungeachtet dessen ob das branchenüblich ist, für nen ziemlichen Haufen Kohle. Und nun kann der FC den nicht mehr bereitstellen. Da werden jetzt Fans angebettelt, damit man so weitermachen kann wie vorher. Aber anstatt mal zu hinterfragen, ob das System so weiterlaufen, muss/kann/sollte, und den ganzen Laden mal stärker zu deckeln, macht man halt einfach weiter. Wie in der Politik.


    Es interessiert mich nicht, ob Fussballer nur 15 Jahre Geld verdienen. Die Gehälter sind einfach absurd. Ich wage mal zu behaupten, dass man auch mit einem Jahresgehalt von 250.000 ganz gut über die Runden käme. Und wenn es ihnen nicht passt, müssen sie halt was anderes machen. Es herrscht freie Berufswahl.


    (Im übrigen finanziere ich die Gehälter inzwischen nicht mehr mit, da ich seit 2017 kein Mitglied mehr bin, kein Spiel besucht habe und auch kein Sky/Stream Abo mehr habe. Einzige Ausnahme war ein Trikot für meine Neugeborene, worüber ich mich jetzt schon wieder ärgere.)

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • Ist halt klassische Spieltheorie. Keiner will der erste sein, der sich dahin bewegt, aus Angst vor dem Wettbewerbsnachteil. Und eine nationale Einigung (selbst wenn sie erreichbar wäre!) müsste umgehend wieder aufgemacht werden, weil zB die Bayern sich natürlich an anderen Topclubs orientieren.

  • Ist halt klassische Spieltheorie. Keiner will der erste sein, der sich dahin bewegt, aus Angst vor dem Wettbewerbsnachteil.

    Jepp, da holt man sich z.b. lieber ne Bürgschaft beim Land NRW ab. Wer würde diese Zeche wohl zahlen?


    Und zudem verlangt man Begründungen für Erstattungen von nicht nutzbaren Tickets. Das ist schon ein tolles System.

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

  • Es interessiert mich nicht, ob Fussballer nur 15 Jahre Geld verdienen. Die Gehälter sind einfach absurd. Ich wage mal zu behaupten, dass man auch mit einem Jahresgehalt von 250.000 ganz gut über die Runden käme. Und wenn es ihnen nicht passt, müssen sie halt was anderes machen. Es herrscht freie Berufswahl.

    Da wir keine weltweite Planwirtschaft haben und nicht einfach Gehälter einzelner Berufsgruppen festlegen können, kannst du dich mit dieser Argumentation eigentlich nur noch vom Profifußball abwenden und nur noch Amateurspiele schauen. Wenn ein Verein die von dir geforderte Deckelung einführen würde, würde er ohnehin bald in die Amateurligen absteigen.


    Diese Forderung passt für mich auch nicht zu der Unzufriedenheit mit den Leistungen der Mannschaft. Wie du richtig schreibst: Wir haben freie Berufswahl. Selbst Spieler, die du hier massiv kritisierst, werden Vereine finden, die deutlich mehr zahlen als die von dir genannte Obergrenze.


    Übrigens, welche Musik hörst du? Ist da kein Millionär bei den Musikern dabei, alles Normalverdiener?

    I am not a lazy bum! I am a potential workaholic with highly developed stress management skills!

  • Da wir keine weltweite Planwirtschaft haben und nicht einfach Gehälter einzelner Berufsgruppen festlegen können, kannst du dich mit dieser Argumentation eigentlich nur noch vom Profifußball abwenden und nur noch Amateurspiele schauen. Wenn ein Verein die von dir geforderte Deckelung einführen würde, würde er ohnehin bald in die Amateurligen absteigen.


    Diese Forderung passt für mich auch nicht zu der Unzufriedenheit mit den Leistungen der Mannschaft. Wie du richtig schreibst: Wir haben freie Berufswahl. Selbst Spieler, die du hier massiv kritisierst, werden Vereine finden, die deutlich mehr zahlen als die von dir genannte Obergrenze.


    Übrigens, welche Musik hörst du? Ist da kein Millionär bei den Musikern dabei, alles Normalverdiener?

    Dann wirds vielleicht mal Zeit, dass Maximalgehälter festgelegt werden? Verstehe nicht, wo das Problem ist. Kann man doch machen. Sind alles von Menschen festgelegte Prinzipien. Genau wie der Mindestlohn. Aber den könnte man dann als Ausgleich auch erhöhen.


    Dass es nichts bringt, wenn ein Verein das macht, ist wohl klar. Aber vielleicht wäre es an der Zeit mal zwischen systemrelevanten und nicht systemrelevanten Berufen zu unterscheiden. Und auch die Bezahlung entsprechend zu steuern. Mir erschließt sich jedenfalls nicht, warum ein Fussballer Millionenbeträge verdienen kann/muss. Ja, mir ist schon klar, dass der Markt das regelt. War schon immer so und hat auch so zu bleiben. Bis der Laden komplett auseinanderfliegt.


    Nee, ich glaube, weder die Deftones noch Thrice oder die Architects dürften Millionäre sein. Und selbst wenn schon, die betteln wenigstens nicht ihre Fans an. Darum geht es doch hier.

    Ansonsten sind auf den Konzerten, die ich mir ansehe, meist um die 500 Leute. Und diese Bands kämpfen glaube ich eher ums Überleben. Komischerweise hat aber auch von denen noch niemand die Fans um Geld angebettelt. Stattdessen sind die kreativ und setzen z.b. Streams von Acoustickonzerten auf.

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

    2 Mal editiert, zuletzt von d1g1talbath ()

  • Muss man aber nicht unserer GF permanent anlasten, dafür sind wir einfach ne Nummer zu klein, wie Baumbart im Prinzip auch schon schrieb!

    Und die Süddeutsche im Prinzip ebenfalls bestätigt:


    Zitat

    Dagegen sperrt sich seit Jahrzehnten der dominante Teil des Fußballgewerbes

  • Das bestreitet doch niemand. Die Spielzeugbesitzer aus dem Nahen Osten werden schon alle Hebel in Bewegung setzen.

    "...und Du versaust hier 50.000 Leuten die Party. Dafür spielst Du Fußball." (Thomas Kessler, 19.11.2016)

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